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OBERNBERG. Mit einem überaus ehrgeizigen Projekt begleiten Schüler und Lehrkräfte der Mittelschule Obernberg das laufende Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen der Schule in Obernberg.

 (Foto: Foto: Mittelschule Obernberg)
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Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung durch zwei Teams der Schule, unterbrochen von Corona, war es endlich soweit. Vollgepackt mit neuester Technik wurde ein acht Meter hoher Wetterballon Richtung Stratosphäre geschickt – in die Zielhöhe von annähernd 40.000 Meter, in der damals Felix Baumgartner gestartet ist. Alle Geräte doppelt verbaut Florian Weinberger, Schüler und Mitarbeiter beim Projekt, erklärt die Schwierigkeiten: „Für sich genommen ist die Einrichtung der einzelnen Geräte einfach. Was es schwer gemacht hat, war das Zusammenspiel der Geräte und die Notwendigkeit, sie gegen die enorme Kälte in der Höhe zu isolieren und entsprechende Akkuleistung anzubringen. Wir reden hier von 80 bis 100 Grad im Minusbereich.“ Um das Risiko zu minimieren, wurden alle Geräte doppelt verbaut – vor allem Kameras und GPS-Tracker.

Datenlogger informiert Bodenstation

Diese und der Datenlogger informierten die Bodenstation über Höhe, Flugzeit und die Landezone. Eine weitere Herausforderung war das Gewicht. „Insgesamt mussten wir das Gewicht unter 1.600 Gramm halten, was bei den ganzen Geräten und den beiden ‚Astronauten‘ nicht leicht war“, so Weinberger. Astronauten? Mit an Bord waren Olaf, ein Bär, der es zum Schulmaskottchen gebracht hat und vermutlich der erste Obernberger am Rande des Weltalls ist, und der Elefant der OÖ. Versicherung. Auch die Namen aller Schüler und vor allem des Flugteams waren mit dabei. Begleitet wurde das Projekt durch den Start von kleineren Ballons am Schulgelände. Jedes Kind konnte einen eigenen kleinen Gasballon steigen lassen. Jeder Ballon hatte eine Karte mit dem Namen des Kindes und der Schuladresse. Die ersten Rückmeldungen aus der Linzer Gegend und aus Niederösterreich gibt es bereits. Und der Stratosphärenballon? Hier musste das 14-köpfige Projektteam lernen, dass Ausflüge ins All nicht ohne Risiko sind. Was das Team nicht bestimmen konnte, war der genaue Landeort. Der Wetterballon der Mittelschule Obernberg landete 300 Kilometer vom Startort in einem schwer zugänglichen Waldgebiet auf einem 40 Meter hohen Baum. Dank der genauen GPS-Tracker konnte das Team ihn zwar bereits lokalisieren. Für die Bergung aber wird es wohl einen ausgebildeten Baumkletterer brauchen. Erst dann können die hoffentlich spektakulären Filmaufnahmen von oben gesichtet werden.


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