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BEZIRK RIED. „Wir brauchen Dein Feuer“ – unter diesem Motto setzen die 76 Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Ried in den kommenden zwölf Monaten einen gemeinsamen Schwerpunkt.

Die Feuerwehr-Kommandanten des Bezirkes Ried suchen dringend Quereinsteiger. (Foto: BFKDO Ried)
Die Feuerwehr-Kommandanten des Bezirkes Ried suchen dringend Quereinsteiger. (Foto: BFKDO Ried)

Bezirksfeuerwehrkommandant Jürgen Hell präsentierte die von Feuerwehrmitglied Bernhard Bruckbauer (Pressereferent) konzipierte Kampagne gemeinsam mit den beiden Abschnittsfeuerwehrkommandanten Hans Wimmer und Jürgen Bauchinger, Bürgermeistersprecher des Bezirkes Johann Weirathmüller und dem Sponsor Raiffeisen Region Ried in Vertretung von Wolfgang Flach. Die fehlenden sozialen Kontakte sowie der Wegfall des kameradschaftlichen Zusammenlebens haben auch in den Feuerwehren ihre Spuren hinterlassen. In manchen Feuerwehren herrscht Personalnot. „Ein Feuerwehrkommandant soll, wenn die Sirene heult, sich auf seine Aufgabe konzentrieren und nicht, ob er genug Leute hat“, betont Bezirksfeuerwehrkommandant Jürgen Hell. Deshalb wurde auch die Imagekampagne „Wir brauchen Dein Feuer“ ins Leben gerufen. Mit Flyer, Bannern, Werbespots ist man in allen Social Media Kanälen vertreten. Bei dem Spot haben Feuerwehrmitglieder aus dem ganzen Bezirk mitgewirkt.

Corona fordert Feuerwehren doppelt

Zusätzlich zu den Kernaufgaben neu hinzugekommene Herausforderungen bei der Pandemiebewältigung fordert Corona die Freiwilligen Feuerwehren gleich doppelt, beispielsweise bei ihren Einsätzen in der Impfstraße. „Die Personaldecke ist durch Corona um einiges dünner geworden. Aufgrund von Corona sind viele am Mittwoch auch nicht mehr zur Übung gekommen. Lange konnten auch keine Übungen stattfinden. Die Feuerwehr und ihre ehrenamtliche Hilfe, Tag für Tag in den 36 Gemeinden unseres Bezirks, leben aber von engagierten Mitgliedern“, skizziert Hell die prekäre Situation. Zusätzlich zu den Kernaufgaben neu hinzugekommene Herausforderungen bei der Pandemiebewältigung fordert Corona die Freiwilligen Feuerwehren gleich doppelt, beispielsweise bei ihren Einsätzen in der Impfstraße. „Die Personaldecke ist durch Corona um einiges dünner geworden. Aufgrund von Corona sind viele am Mittwoch auch nicht mehr zur Übung gekommen. Lange konnten auch keine Übungen stattfinden. Die Feuerwehr und ihre ehrenamtliche Hilfe, Tag für Tag in den 36 Gemeinden unseres Bezirks, leben aber von engagierten Mitgliedern“, skizziert Hell die prekäre Situation.

Mitgliederstand bei aktiven Feuerwehrmitgliedern

Mit März 2022 gibt es im Bezirk Ried 4.390 aktive Feuerwehrmitglieder, die bei einem Einsatzfall ehrenamtlich zur Stelle sind, das sind 177 weniger als zum Jahresbeginn 2021. Gegenüber dem Jahresbeginn 2020, also vor Corona-Zeiten, ist der Rückgang noch dramatischer und schlägt mit einem Mitgliederminus von 254 Feuerwehrmitgliedern zu Buche. Vor der Pandemie war die Mitgliederentwicklung hingegen jährlich stets von einem leichten Plus gekennzeichnet.

Positive Entwicklung bei der Feuerwehrjugend

Eine genau gegenteilige Entwicklung zeigt sich hingegen in der Feuerwehrjugend. Hier konnte die Mitgliederzahl zum Jahresbeginn 2021 um 48 und zum Jahresbeginn 2020 sogar um 106 Jugendfeuerwehrmitglieder im Alter zwischen acht und 16 Jahren gesteigert werden.

Quereinsteiger aus allen Berufsgruppen gesucht

„Feuerwehr verbindet, ist Gemeinschaft, vermittelt Sicherheit und steigert die Lebensqualität. Es sind Freundschaften, Partnerschaften und Ehen aus einer Feuerwehrmitgliedschaft hervorgegangen“, weiß Hell. Mit der Mitgliederkampagne „Wir brauchen Dein Feuer“ will man im gesamten Bezirk Quereinsteiger aus allen Berufsgruppen, Nationalitäten und Religionen ansprechen. „So vielschichtig wie das Feuerwehrwesen ist, so vielfältig sind auch die Aufgaben und die Persönlichkeiten dahinter. Ob als Handwerker, Hausfrau, Notarzt, Physiotherapeutin, Fachhochschul-Professor oder Bäckerin und noch viele andere mehr – die Feuerwehr vereint alle Berufsgruppen. Entsprechend unterschiedlich gestalten sich auch die Aufgaben innerhalb der Feuerwehr. Einzig die Bereitschaft zu helfen, Teamgeist, eine regelmäßige Teilnahme bei Einsätzen sowie der Aus- und Weiterbildung sind Voraussetzungen für eine brandheiße Karriere in der Feuerwehr“, betont Hell. Der Eintritt für interessierte Quereinsteiger ist zwischen 16 und 65 Jahren möglich und kostenlos. Es gibt in der Feuerwehr für jeden die passende Aufgabe, seine individuellen Fähigkeiten einzubringen. Ob als Atemschutzträger an vorderster Front, als Handwerker für die Wartung des umfassenden Fuhrparks, IT-Spezialisten für die Einsatzplanung und -vorbereitung bis hin zur pädagogischen Jugendarbeit für die Retter von morgen in der Feuerwehrjugend. Johann Weirathmüller, Bürgermeister-Bezirkssprecher, hat seine umfassende Unterstützung zugesagt: „Ohne Klinken putzen wird das nicht gehen. Mir ist bewusst, dass das Thema Kameradschaft in den letzten zwei Jahren gelitten hat. Doch jetzt gibt es eine Aufbruchstimmung. Durch eine aktive Mitgliederwerbung werden wir den einen oder anderen retour bringen.“

Alle Infos in den Gemeinden und örtlichen Feuerwehren

Alle Infos gibt es bei jeder örtlichen Feuerwehr oder online auf: ri.ooelfv.at


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