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UTZENAICH. „Es ist wichtig, dass sich die Menschen mit der Gemeinde identifizieren, dass sie hier eine Heimat haben und sich in Vereinen engagieren“, sagt Bürgermeister Landtagsabgeordneter Günther Lengauer (ÖVP).

Das Gemeindeamt von Utzenaich (Foto: Gemeinde Utzenaich)
  1 / 2   Das Gemeindeamt von Utzenaich (Foto: Gemeinde Utzenaich)

Nicht zuletzt deswegen wird seit einiger Zeit nach jeder Geburt vor dem Gemeindeamt die „Geburtenfahne“ gehisst – heuer schon zum vierten Mal. Für die Neu-Utzenaicher gibt es auch einen Willkommens-Rucksack, den der Bürgermeister persönlich bei den Eltern vorbeibringt.

Utzenaich wächst langsam, aber stetig – von 1.348 Einwohnern im Jahr 1981 über 1.496 im Jahr 2001 bis aktuell 1.624 (plus 348 Nebenwohnsitze) – und ist geradezu international: In der Gemeinde leben Staatsbürger aus 22 Nationen.

Geplante Projekte

Aktuell steht der Zubau des Kindergartens an, der unter anderem einen Bewegungsraum erhält. „Das ist derzeit eine Herausforderung“, sagt Lengauer. „Wir stehen kurz vor der Ausschreibung und möchten im Sommer beginnen.“

Gebraucht wird die Erweiterung. Utzenaich verzeichnete im vergangenen Jahr 21 Geburten, in den Jahren davor waren die Zahlen ähnlich. Auch die vierklassige Volksschule ist gesichert und wird dank Landesförderung technisch und digital aufgerüstet. Im alten Gemeindeamt ist ein Kindernest für Kleinkinder eingerichtet. Im Kindergarten gibt es derzeit an zwei Tagen pro Woche Nachmittagsbetreuung. Für den Herbst ist die schulische Nachmittagsbetreuung für VS-Kinder in Vorbereitung. Lengauer: „In Kinderbetreuung und Bildung muss man investieren.“

Andere Projekte neben Schule und Kindergarten liegen wegen der unsicheren Situation derzeit auf Eis. „Wir sind nicht unbedingt eine reiche Gemeinde“, sagt der Bürgermeister – derzeit könne der Haushalt nicht ausgeglichen werden. Trotzdem konnte mit Mitteln aus der „Gemeinde-Milliarde“ die Ortsbeleuchtung auf LED umgestellt werden.

Zusammen mit der Fiber Service OÖ GmbH wird die Ausweitung des Glasfasernetzes umgesetzt. Das Zentrum ist bereits versorgt, ab Sommer werden die Ortschaften der Gemeinde angeschlossen. Im Spätherbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 

Nahversorgung

Bei der Nahversorgung sei Utzen­aich „eingebettet zwischen Aurolzmünster und St. Martin“, erklärt der Bürgermeister. Das mag ein Grund gewesen sein, dass sich die Bemühungen um einen klassischen Nahversorger im Ort zerschlagen haben. Allerdings wurde in der vergangenen Woche im Ortszentrum eine UniBox, ein 365 Tage im Jahr geöffneter Shop mit digitalem Selbstbedienungskonzept und mehr als 1.000 Produkten, eröffnet. Außerdem gibt es ein neues Café mit Bäckerei.

Bestens versorgt ist Utzenaich mit Wirten: Da gibt es gleich vier, die noch dazu über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt sind. Lengauer: „Das ist auch gut fürs Vereinsleben.“

Im Ort gibt es 24 überwiegend sehr aktive Vereine und Organisationen.


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