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RIED. In den vergangenen drei Jahren (2019 bis 2021) kamen in Oberösterreich insgesamt 149 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen ums Leben, das sind 60,6 Prozent aller Verkehrstoten. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ).

Im Bezirk Ried gab es von 2019 bis 2021 elf Todesopfer auf Freilandstraßen.Foto: (Foto: stock.adobe.com/benjaminnolte)

Die meisten Verkehrstoten auf Freilandstraßen gab es im Bezirk Braunau (17), gefolgt von Steyr-Land (15) und Urfahr-Umgebung (12), die wenigsten in Linz (1) und Kirchdorf (2).

Der Bezirk Ried liegt im landesweiten Vergleich mit elf Toten im schlechteren Mittelfeld, gleichauf mit Gmunden, Perg und Vöcklabruck.

Im Jahr 2021 kamen in Oberösterreich 51 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen ums Leben – acht mehr als im Corona-Jahr 2020, aber vier weniger als im letzten „normalen“ Jahr 2019.

Bei jedem dritten tödlichen Verkehrsunfall außerhalb des Ortsgebietes, inklusive Autobahnen und Schnellstraßen, war überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache. Die zweithäufigste Unfallursache – Ablenkung und Unachtsamkeit – verursachte jeden vierten tödlichen Verkehrsunfall außerhalb des Ortsgebietes.

Der VCÖ setzt sich daher für eine Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf Freilandstraßen auf Tempo 80 ein.

Neben einem niedrigeren Tempolimit und entsprechenden Kontrollen zur Einhaltung seien in den Regionen auch Discobusse und Anrufsammeltaxis wichtig, um die Zahl schwerer Verkehrsunfälle insbesondere am Wochenende zu reduzieren. Der VCÖ schlägt vor, diese Maßnahmen aus einem Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen zu finanzieren.

Ebenfalls wichtig seien baulich getrennte Geh- und Radwege entlang von Freilandstraßen.


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