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ANTIESENHOFEN. Ernestine Fischer ist seit 50 Jahren Mitglied und war damals gemeinsam mit ihrer Schwester die erste Musikerin des Bezirks.

Die „Pionierin“ Ernestine Fischer (l.) mit ihrer Tochter Elisabeth Frauscher, die Kapellmeisterin des MV Antiesenhofen-Reichersberg ist. (Foto: Christina Hirsch)

Sie erzählt ihre Geschichte:

„Ursprünglich lernte mein jüngerer Bruder Wilhelm Zeilberger, der ehemalige Stabführer, Klarinette. Heimlich kamen meine Schwester Waltraud und ich auf die Idee, das Spielen auf seinem Instrument auszuprobieren. Damals durften Frauen eigentlich kein Blasmusik-Instrument lernen. Somit spielten wir aus reinem Spaß zu dritt mit einem Instrument. Nach gewisser Zeit und stets bravem Üben beschloss unser Vater Wilhelm Zeilberger sen., der auch Klarinettist ist: „Ihr dürft ein Instrument lernen.“ Die Freude war riesig.

Nach zweijähriger Ausbildung bei ihm kamen wir nach langer Diskussion und vor allem durch den Einsatz unseres früheren Kapellmeisters Walter Bauschmid als die ersten Mädchen zur Musikkapelle. Um unser musikalisches Können auch auf dem Papier widerzuspiegeln, legten wir 1975 das Leistungsabzeichen in Bronze ab, was damals absolut unüblich war.

Da wir nun aktive Musikerinnen waren, ernteten wir bei unserem ersten Musikfest viele Blicke. Unter anderem bekamen wir auch Sprüche zu hören, wie „ma de hom jo Weiberleit dabei!“

Letztendlich bin ich stolz, dass ich trotz zweier Kinder, wovon eines unsere Kapellmeisterin ist, der Musik immer treu blieb.“

Kpm. Elisabeth Frauscher
Obmann: Günther Hörmaier
Stabführer: Stefan Maier-Ezinger
Anzahl Musiker/innen: 58
Gründungsjahr: 1891

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