Auszeichnung für Initiative Lebensraum Innviertel
BEZIRK RIED. Die oberösterreichische Standortagentur Business Upper Austria im Uni-Center der Johannes Kepler Universität Linz hat die Gewinner des HRbert, der Preis für innovative und nachhaltige HR-Projekte in Oberösterreich, ausgezeichnet. Für seine Aktivitäten zur Integration von Asylwerbern und Asylberechtigten wurde der Verein „Initiative Lebensraum Innviertel“ von der Jury mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Der Verein bringt personalsuchende Unternehmen und jobsuchende Asylwerber zusammen – und das mit großem Erfolg: Seit Oktober 2022 verstärken mehr als 100 Flüchtlinge zum größten Teil aus Syrien unter anderem die KTM AG, den Biohof Geinberg, die Augustin-Innkompost GmbH, die Guschlbauer GmbH, die Sericomp GmbH und die Meisterbrezen GmbH & Co. KG. Sie befinden sich im Asylverfahren und füllen vor allem dort Personallücken, wo Arbeitskräfte sehr schwer zu finden sind: für Nachtarbeit, in der Gastronomie oder im Glashaus im Sommer. Besonders hervorzuheben ist die große Anzahl an Asylwerbern und Asylberechtigten, die von KTM übernommen wurden und dabei von einem professionellen Onboarding-Prozess profitieren. Flüchtlinge aus Syrien und der Ukraine verstärken das Produktionsteam der KTM AG. Das Erfolgskonzept ist ein professioneller Onboarding-Prozess in Verbindung mit gezielten Fachtrainings in der eigenen Production Academy.
So wurden einerseits neue motivierte und zuverlässige Mitarbeiter gewonnen und andererseits wurde die Qualität in der Produktion sichergestellt. Künstliche Intelligenz hilft zudem, Sprachbarrieren zu beseitigen. Die neuen Mitarbeiter erhalten eine Einschulung in ihrer Muttersprache und können so bestmöglich auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz vorbereitet werden. Die Initiative Lebensraum Innviertel ist bemüht, die Integration zusätzlich mit Deutschkursen zu unterstützen, um die sprachliche Integration zu fördern. Insgesamt trägt dieses Programm dazu bei, die Arbeitsmarktchancen für Asylwerber zu verbessern und sie aktiv in die Gesellschaft zu integrieren. Das Erfolgsrezept basiert auf der intensiven regionalen Zusammenarbeit des Vereins mit Caritas, Rotem Kreuz, AMS, ReKI (Regionales Kompetenzzentrum für Integration) und Wirtschaftskammer. Das Projekt wird derzeit auf nachhaltige Beine gestellt, damit es auch in Zukunft weiterläuft.


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