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AUROLZMÜNSTER. Um Menschen die Bedeutung des Waldes näherzubringen, gibt es die sogenannte Waldpädagogik. Die ausgebildete Waldpädagogin Petra Lobmeier erzählt im Tips-Gespräch, was sie in ihrer Arbeit genau macht und warum diese so wichtig ist.

Petra Lobmeier ist Waldpädagogin. (Foto: Privat)
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„Gott sei Dank, jetzt geht es wieder los!“, freut sich die Waldpädagogin Petra Lobmeier auf ihre anstehenden Waldausgänge. Die 54-Jährige hat sich vor circa zwei Jahren dazu entschieden, ihre bisherige Karriere in der Sozialwirtschaft zu beenden und unter anderem eine Ausbildung zur Waldpädagogin zu machen. Als solche vermittelt sie während Waldausgängen insbesondere Schülern spielerisch Wissen rund um den Wald.

So sieht ein Waldausgang aus

Was darf man im Wald tun? Wem gehört er? Was ist ein Mischwald? Wie funktioniert ein Baum? – Diese Fragen und noch viele mehr werden bei einem ungefähr vier Stunden langen Waldausgang mit Lobmeier beantwortet. Mit verschiedenen Aktionen, Spielen und Experimenten lernen Kinder den Wald kennen. Welchen Themen sie sich dort genau widmen, hängt von der Altersgruppe ab und davon, welchen Stoff sie gerade in der Schule durchnehmen.

In ihrem nächsten Ausflug zum Beispiel wird die Waldpädagogin mit den Kindern Birken mit dem Stethoskop abhören, weil man so dabei lauschen kann, wie die Bäume Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Außerdem lässt Lobmeier die Kinder den Wald auch blind erforschen. Sie hanteln sich dabei an einem Seil entlang – im Sommer auch barfuß. Davon abgesehen wird im Wald immer viel gesammelt und anschließend können die Gruppen gemeinsam kunstvolle Bilder aus den Sammelstücken legen.

Auch für Erwachsene

Bei Ausgängen mit Kindern fiel es der 54-Jährigen auf, dass die Betreuer oft mit am meisten Begeisterung bei den Aktionen zeigten. Deshalb gibt es die Waldausgänge auch für Erwachsenen-Gruppen, wobei das Angebot gerne von Unternehmen wahrgenommen wird. Diese machen fast das Gleiche wie die Kinder. „Und das mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht“, erzählt die passionierte Waldpädagogin.

Waldausgänge werden außerdem für Kindergartengruppen, Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen angeboten.

Bedeutung von Waldpädagogik

Durch Waldpädagogik lernen Menschen, wie wesentlich der Wald für unser Leben ist: „Ohne Wald gibt es kein Leben“, sagt Lobmeier. Es werde ein Bewusstsein für die Umwelt geschaffen. Bei den Waldausgängen lernt man den richtigen Umgang mit Natur, Tieren und Pflanzen. Das sei wichtig: „Denn wer mit der Natur nicht umgehen kann, kann mit Menschen schon gar nicht umgehen“, ist sich die Aurolzmünsterin sicher.

Einfluss der Klimakrise

Die Klimakrise wirkt sich auch auf Arbeit von Waldpädagogen aus. „Einmal ist es mir passiert, dass bei der Besichtigung eines Waldes ein Bach da war und als ich dann ein paar Tage später mit einer Gruppe dort war, war der ausgetrocknet“, erzählt Lobmeier. So etwas hätte es früher nicht gegeben. Die 54-Jährige geht davon aus, dass die Klimakrise in den nächsten Jahren ein viel größeres Thema in der Waldpädagogik wird. Durch das Umweltbewusstsein, das ihre Arbeit schafft, kann man der Klimakrise entgegenwirken.

Vom Bund gefördert

Die Ausgänge mit Waldpädagogen werden vom Bundesministerium für Forst- und Landwirtschaft für Schulklassen, Kindergartenkinder im letzten Jahr und Personen mit Beeinträchtigungen gefördert.

Weitere Infos unter https://www.petralobmeier.at/

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