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KIRCHHEIM. Seit einigen Jahren wird am letzten Freitag im April – heuer der 25. April – in Österreich der „Tag der Streuobstwiese“ begangen. Der Verein Kirchheimer Zukunft, die Inn Salzach Obstinitiative und die Gesunde Gemeinde veranstalten dazu einen Workshop zur Obstbaumpflanzung.

Streuobstwiesen prägen die Landschaft und bieten Artenvielfalt. (Foto: Hans Hartl)
Streuobstwiesen prägen die Landschaft und bieten Artenvielfalt. (Foto: Hans Hartl)

Der Workshop findet am 25. April von 15 bis 16.30 Uhr auf der Streuobstwiese Kraxenberg (Treffpunkt Spielplatz „Archi“) in Kirchheim im Innkreis statt. Unter dem Motto „Obstbaumpflanzung, aber richtig“ gibt es Informationen zur Streuobstwiese, Düngung, Baumpflege und vieles mehr.

Artenreiche Kulturlandschaften

Streuobstwiesen sind einzigartige Kulturlandschaften und einer der artenreichsten Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Aber die Landkarte der Streuobstwiesen bekommt Jahr für Jahr mehr Lücken. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte ist besorgniserregend: Während es 1930 noch rund 35 Millionen Streuobstbäume in Österreich gab, ist der Bestand bis 2023 auf nur noch etwa 4,2 Millionen geschrumpft.

Am Tag der Streuobstwiese laden darum Menschen, die sich für den Erhalt der Baumwiesen starkmachen, alle dazu ein, die Wiesen zu erleben, mehr über das Ökosystem Streuobstwiese zu erfahren und Produkte aus Streuobst zu genießen.

Streuobstwiesen liefern nicht nur wertvolles Obst, sie prägen auch das Landschaftsbild unserer Region, fördern die Artenvielfalt und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So kann ein gut erhaltener Streuobstbestand bis zu 12 Tonnen Kohlenstoff langfristig speichern – ein oft übersehener, aber wesentlicher Beitrag zur CO₂-Bindung.

Ein Meilenstein in der Anerkennung ist im vergangenen Jahr gelungen: Der Streuobstbau in Österreich wurde als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt.

Info: https://orchardseverywhere.com/


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