Obernberger Kranführerin beweist höchste Präzision
OBERNBERG. Am Verbund Innkraftwerk Egglfing-Obernberg wurde der Rotor in die zweite von sechs Maschineneinheiten erfolgreich eingehoben. Mit einem Außendurchmesser von nahezu 7 Metern musste das 76Tonnen schwere Bauteil Millimeter genau auf der Welle platziert werden.

Größte Genauigkeit und Nulltoleranz waren für die Ingenieure und die Kranführerin Miriam Reifeltshammer (22) aus Obernberg hier entscheidend, schließlich muss der Rotor für die nächsten Jahrzehnte reibungslos unter größten Belastungen funktionieren.
Trotz modernster Technik bleibt der Rotorhub Handarbeit: Millimeterweise steuerte die Kranführerin das tonnenschwere Bauteil mit dem Joystick auf die Welle, Einweiser kontrollierten den minimalen Spielraum. Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem erfolgreichen Einbau. Über die Rotordrehung wird Wasserkraft in Strom umgewandelt – jede modernisierte Einheit leistet über 15 Megawatt und versorgt rund 29.000 Haushalte. Seit 2024 wird das Innkraftwerk Egglfing-Obernberg umfassend erneuert. Drei Kaplanturbinen und sechs Generatoren werden getauscht, die Leistung steigt von 84 auf 90 Megawatt, die Jahreserzeugung auf 537 GWh. Verbund investiert 83 Millionen Euro, bis 2030 ist die Modernisierung abgeschlossen.


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