WIPPENHAM. Große Betroffenheit herrscht in Wippenham über den plötzlichen Tod von Pater Wolfgang Jungmayr.

Der Redemptoristenpater, der aus Wippenham stammt, ist am Sonntag, 8. März, im Alter von 63 Jahren unerwartet im Kloster Cham in Bayern verstorben. Trotz seiner vielfältigen Aufgaben im In- und Ausland blieb er seiner Heimat stets eng verbunden.
Wolfgang Jungmayr, Jahrgang 1962, wuchs in Wippenham auf. Wie bereits seine Eltern war er eng mit der Pfarre verbunden und engagierte sich im örtlichen Musikverein. Nach der Volksschule besuchte er das Gymnasium in Ried und ging anschließend zum Studium nach Innsbruck. 1985 trat er in den Orden der Redemptoristen ein, 1993 wurde er zum Priester geweiht.
In seinem priesterlichen Dienst war Jungmayr unter anderem als Kaplan in Attnang-Puchheim und Wien tätig und arbeitete einige Jahre als Volksmissionar. Weitere Stationen führten ihn nach Würzburg in die Ordensausbildung sowie nach Innsbruck, wo er als Krankenhausseelsorger wirkte. Seit 2015 lebte und arbeitete er im Kloster Cham in der Oberpfalz, wo er als Rektor des Klosters tätig war und sich besonders der Krankenhausseelsorge im dortigen Klinikum widmete.
Trotz seines Wirkens außerhalb Oberösterreichs blieb Jungmayr seiner Heimat eng verbunden. Mehrmals im Jahr kehrte er nach Wippenham zurück, verbrachte Zeit im Elternhaus und pflegte den Kontakt zu Freunden aus der Pfarre. Auch zu seinen sechs Geschwistern bestand ein sehr enger familiärer Austausch.
Pater Wolfgang Jungmayr galt als Priester, der in der Tradition des Zweiten Vatikanischen Konzils stand und großen Wert darauf legte, den Glauben zeitgemäß zu vermitteln. Als kontaktfreudiger und zugewandter Seelsorger begegnete er den Menschen ruhig und freundlich. Besonders in seiner Arbeit als Krankenhausseelsorger wurde er von Patientinnen und Patienten ebenso wie vom Krankenhauspersonal sehr geschätzt und genoss großes Vertrauen.
Für viele Menschen war er ein verlässlicher Ansprechpartner für Sorgen und Anliegen. Seine Gottesdienste gestaltete er so, dass sie berührten und den Menschen Kraft gaben. Auch seinen Mitbrüdern und seiner Familie war er ein liebevoller Gesprächspartner, dem mit großem Respekt begegnet wurde.
Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit interessierte sich Jungmayr auch für Technik und die digitale Welt. Während der Coronazeit sorgte er dafür, dass Gottesdienste aus der Klosterkirche online übertragen wurden und auch auf digitalen Plattformen war er unterwegs. Im Alltag war er in seinem Umfeld häufig derjenige, der bei technischen Fragen um Hilfe gebeten wurde.
„Vor drei Wochen war er noch bei uns in Wippenham und hat das Begräbnis seiner Tante geleitet. Ich bin sehr betroffen über seinen Tod. Sein Tod ist für die Pfarre Wippenham ein großer Verlust. Seit seiner Primiz im Jahr 1993 war er immer in Kontakt mit unserer Pfarre. 2018 haben wir sein silbernes Priesterjubiläum bei der Bergmesse am Loryhof gefeiert. Wir verdanken ihm viele schöne Gottesdienste und viele gute und aufbauende Gespräche“, erzählt Toni Planitzer von der Pfarre Wippenham.
Gedenkgottesdienst
Die Pfarre Wippenham feiert deshalb am 15. März einen Gedenk- und Dankgottesdienst für Pater Wolfgang Jungmayr.


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