RIED. Der Seniorenbund OÖ feiert heuer sein 70-jähriges Bestehen. Neben Veranstaltungen in allen Bezirken wird er am 26. Juni auch einen Forderungskatalog präsentieren.

Besonders wichtige Themen dieses Katalogs, sagte Landesobmann Josef Pühringer bei seinem Besuch bei der Rieder Bezirksgruppe, seien Pflege und Gesundheit, darunter Verbesserungen bei der 24-Stunden Betreuung und die freie Wahl des Altersheimes, sowie Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung.
Mehr als ein Drittel Senioren
Pühringer wies auf die Bedeutung des Seniorenbundes als Interessensvertretung hin, die aus demografischen Gründen noch steigen werde: „Im Bezirk Ried werden 2050 35 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein.“
Gegründet wurde der SB am 26. Juni 1956 vom damals 27-jährigen ehemaligen Landeshauptmann Josef Ratzenböck, als das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) eingeführt wurde.
Mittlerweile bietet der SB neben der Interessensvertretung und Beratung auch viele Veranstaltungen an. Bezirksobmann Walter Nömaier: „Zwei Themen sind uns besonders wichtig: gemeinsame Bewegung zur Erhaltung der Gesundheit und Aktionen gegen die Einsamkeit. Wir haben ein großes Angebot von Kultur bis Sport, das auch gut angenommen wird.“ Etliche Veranstaltungen hätten weit über 400 Teilnehmer, zum Neujahrskonzert in St. Martin kamen 120 SB-Mitglieder.
Nömaier weiter: „Senioren sind kein Kostenfaktor, sondern ein Wirtschaftsfaktor. Viele Vereine könnten ohne ehrenamtlich tätige Senioren nicht überleben.“
Seniorenbund im Bezirk
Im Bezirk Ried hat der Seniorenbund 4.448 Mitglieder in 36 Ortsgruppen – rund ein Viertel der über-60-Jährigen im Bezirk sind Mitglieder des SB. 222 Mitglieder wurden neu geworben, was laut Bezirksobmann Nömaier ein „Nettoplus“ von 13 ergab.
Beim jährlichen Neumitgliederwettbewerb gewann die Ortsgruppe Taiskirchen mit 25 neuen Mitgliedern. In der relativen Wertung lag Wippenham mit einem Zuwachs von mehr als einem Viertel (25,58 Prozent) vorne.


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