Attila Csongrady – ein Porträt über einen Künstler und Humanisten
AUROLZMÜNSTER. Attila Csongrady liebt es, mit Worten zu spielen, hat Freude an Wortverdrehungen, Spielereien mit Bedeutungen und Zweideutigkeiten. Nun hat der 78-Jährige den Gedichtband „Traurigkeit verdirbt die Laune“ herausgegeben. Tips sprach mit Attila Csongrady über seine Arbeit.

Attila Csongrady ist 1956 aus Ungarn geflüchtet, lebte in Österreich und Deutschland und wohnt seit 1979 im Bezirk Ried. In Wien hat er Medizin studiert, so arbeitete er als Anästhesist im Krankenhaus Ried. Vor etwa 20 Jahren hat er mit dem Schreiben begonnen, der Malerei frönt er seit über 30 Jahren. So ist auch klar, dass das Cover des neuen Gedichtbandes von Attila Csongrady stammt.
Der Schriftsteller
Im Vorspann des Gedichtbandes schreibt Csongrady: Die Gedichte sind für die Sinne gedacht, manche sogar fürs Denken gemacht. „Die Gedichte sind leicht zu lesen und ich hoffe, dass der Titel Lust aufs Lesen macht“, erzählt der 78-Jährige. Es finden sich Balladen, Nachdenkliches, Humorvolles aus dem Alltag und Endzeitiges im Gedichtband – eben ein bunter Mix aus dem Leben.
Der Schauspieler
Doch nicht nur Schreiben zählt zu den Leidenschaften von Attila Csongrady: „Beim Krankenhaustheater Ried habe ich zahlreiche Rollen gespielt. Insgesamt waren es 23 verschiedene Rollen. Ich bin sehr gerne in andere Persönlichkeiten geschlüpft. Eine Lieblingsrolle war der Ill aus Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“.“ Außerdem verrät er, dass, wenn er nicht Arzt geworden wäre, vielleicht die Schauspielerei zum Brotberuf erwählt hätte.
Der Maler
Neben dem Schreiben und der Schauspielerei ist die Malerei eine seiner großen Leidenschaften. „Ich weiß nicht, wie viele Bilder ich gemalt habe, bereits im OP habe ich etliche Kugelschreiber-Zeichnungen gemacht. Wir haben ein großes Haus und was über einen längeren Zeitraum meinen Gefallen behält, behüte ich an allen Wänden meines Hauses in Aurolzmünster. Einen exakten Überblick habe ich nicht mehr, weil ich ein unordentlicher Mensch bin. Manchmal tauchen Sachen auf, von denen ich gar nicht mehr wusste“, erzählt der bescheidene Künstler schmunzelnd. Attila Csongrady könnte wahrscheinlich ganze Galerien füllen: „Meine Frau fragt immer wieder, warum ich keine Ausstellung mache, doch da fehlt mir noch der Mut. Das ist ein größerer Aufwand als ein Buch.“
Buchbestellung
Wer nun Lust und Interesse auf das jüngste Werk „Traurigkeit verdirbt die Sinne“, bekommen hat, kann sich direkt per E-Mail unter atticsongrad@a1.net melden.


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