Beim Schlaganfall kommt es auf jede Minute an

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Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 23.09.2021 16:12 Uhr

RIED. Rund 25.000 Menschen jährlich erleiden in Österreich einen Schlaganfall. Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried werden pro Jahr knapp 500 Patienten behandelt.

Dabei handelt es sich um einen akuten Notfall, der sofortiger Behandlung bedarf. In den ersten Stunden kann in einer spezialisierten Schlaganfalleinheit eine zielgerichtete Therapie erfolgen. Wer wartet und nicht sofort das Krankenhaus aufsucht, riskiert schwere Folgeschäden.

Beim Schlaganfall handelt es sich in 85 Prozent der Fälle um eine plötzliche Durchblutungsstörung aufgrund einer Unterbrechung der Blutversorgung. Auslöser sind meist die Verstopfung eines Gehirngefäßes durch Ablagerungen oder ein vom Herzen mit dem Blutstrom in die Gehirngefäße verschlepptes Blutgerinnsel. In 15 Prozent ist die Ursache eine Gehirnblutung.

Zeit ist Gehirn

„Das Tückische am Schlaganfall ist, dass die Betroffenen keine Schmerzen verspüren und deshalb die Gefahr unterschätzen“, erklärt Primar Andreas Kampfl, Leiter der Abteilung für Neurologie am Rieder Krankenhaus.

Bei einem Schlaganfall sterben pro Stunde 120 Millionen Nervenzellen ab und das Gehirn altert um 3,6 Jahre.

„Es ist entscheidend, die Warnzeichen zu kennen und sie ernst zu nehmen“, ruft Prof. Kampfl zum Handeln auf. Die Symptome des Schlaganfalls sind so typisch, dass drei von vier Schlaganfällen auch von medizinischen Laien als solche erkannt werden.

Helfer sollten sofort die Rettung rufen (Notruf 144) und den Beginn der Beschwerden notieren.

Für den Behandlungserfolg zählt jede Minute. Die Rettung informiert das Krankenhaus, wenn ein Patient mit Verdacht auf Schlaganfall transportiert wird. Dadurch wird im Spital sofort abgeklärt, ob es sich um einen Schlaganfall handelt, es verstreicht keine unnötige Zeit bis zum Beginn der Therapie. Je rascher gehandelt wird, umso wirkungsvoller kann den Patienten geholfen werden.

„Schlagerl“

Nicht zu unterschätzen ist auch das so genannte „Schlagerl“. Bei dieser leichteren Form des Schlaganfalls, die TIA (Transitorisch ischämische Attacke) genannt wird, handelt es sich um eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns.

Zwar verschwinden die Symp­tome nach wenigen Minuten, aber das Risiko, dass sich innerhalb weniger Stunden oder Tage ein Schlaganfall mit bleibenden Schäden ereignet, ist deutlich erhöht.

Deshalb müssen auch diese Patienten unbedingt auf einer Stroke Unit behandelt werden.

FAST-Regel

zum Erkennen eines Schlaganfalles

  • Face (Gesicht): Fordern Sie die Person auf, zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.
  • Arms (Arme): Die Person soll die Arme gleichzeitig heben. Bei einer Halbseitenlähmung gelingt das nicht mit beiden Armen.
  • Speech (Sprache): Sprechen Sie einen einfachen Satz, den die Person nachsprechen soll. Ist sie dazu nicht in der Lage, deutet das auf Sprachstörungen hin.
  • Time (Zeit): Wählen Sie bei Verdacht auf Schlaganfall umgehend den Notruf 144.

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