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Wanderer erkundeten das Naturjuwel Kobernaußerwald

Rosina Pixner, 31.03.2026 13:00

KOBENRAUßEN. Eine besondere Waldwanderung führte Naturinteressierte aus dem nördlichen Teil des Bezirks Ried in den südlichen Bereich rund um das Hocheck. Für viele der Teilnehmer war das Gebiet Neuland, da es nur selten Möglichkeiten gibt, dieses weitläufige und beeindruckende Waldgebiet näher kennenzulernen.

Der Kobernaußerwald ist nicht nur ein wertvolles Naturgebiet, sondern auch ein lebendiges Stück Regionalgeschichte, das es zu entdecken lohnt. (Foto: Litzlbauer)

Unter der fachkundigen Leitung von Kobernaußerwald-Kenner Alois Litzlbauer begab sich die Gruppe – darunter auch zahlreiche Jugendliche – auf eine rund acht Kilometer lange Strecke durch den Kobernaußerwald. Auf gut begehbaren Wegen erhielten die Wanderer innerhalb weniger Stunden einen eindrucksvollen Einblick in die Vielfalt und Besonderheiten dieses Naturraums.

Entlang der Route stieß die Gruppe auf historische Relikte wie die Wölflhütte und die Winterleiten, die heute als Forsthütten für Jagdpächter genutzt werden. Ebenso konnten alte Bachläufe besichtigt werden, die einst für den Holztransport dienten – sogenannte Schwemmbäche mit Klausen, die von der früheren wirtschaftlichen Nutzung des Waldes zeugen.

Doch der Kobernaußerwald ist weit mehr als nur ein Nutzholzgebiet. Er blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Ehemalige Waldbahnen, alte Hütten und zahlreiche Marterln erzählen von vergangenen Zeiten und prägen bis heute das Landschaftsbild. Auch prominente Persönlichkeiten hinterließen hier ihre Spuren – so war etwa der ehemalige österreichische Bundeskanzler Leopold Figl, Mitunterzeichner des Staatsvertrags, um 1955 regelmäßig als Jagdgast in der Region rund um Schneegattern anzutreffen.


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