Schon vor dem 0:0 in Altach erklärte Paul Gludovatz Rücktritt als Trainer
Mit einem torlosen Unentschieden bei Tabellennachbar Cashpoint SCR Altach verabschiedete sich die SV Josko Ried aus der Bundesligameisterschaft 2015/16.

Zwischen den Innviertler Pfosten nahm der gebürtige Vorarlberger Reuf Durakovic für Thomas Gebauer Platz, zum letzten Mal als Cheftrainer auf der Bank Paul Gludovatz. „Dass ich aufhöre, hat mehrere Gründe. Die letzten Monate kosteten vor allem mental sehr viel Kraft. Eine Rolle spielt sicher auch das zunehmende Alter“, begründet der Burgenländer, der am 10. Juni seinen 70. Geburtstag feiert, seinen schon vor der letzten Saisonpartie absehbaren Schritt.
Torhüter im Mittelpunkt
Die Partie selbst war nicht gerade ein Offensivfeuerwerk. Auch wenn sich Reuf Durakovic auf Gästeseite ebenso wiederholt auszeichnen musste wie bei der „Ländle“-Truppe Martin Kobras und in seinem Abschiedsspiel der in der Schlussphase eingewechselte Sebastian Brandner. So parierte Altachs Nummer in der Nachspielzeit einen Kopfball von Thomas Reifeltshammer, den die mehr als 5100 Zuschauer bereits in den Maschen sahen.
Neu entdeckte Heimstärke
Dass Ried in der Endabrechnung auf Tabellenrang sieben landete und den Klassenerhalt letztlich mit sieben Zählern Vorsprung auf Absteiger Grödig deutlich schaffte, geht in erster Linie auf die Kappe von Paul Gludovatz und seinem Team sowie die wieder gewonnene Heimstärke. 32 der 42 Saisonpunkte bei einem ausgeglichenen Torverhältnis von 17:17 eroberte die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga – aus 18 Versuchen stehen nur ein voller Erfolg, sieben Unentschieden und zehn Niederlagen zu Buche – in der Keine Sorgen Arena. Für acht Runden fanden sich die Innviertler sogar am Tabellenende, zum letzten Mal nach dem 19. Spieltag.
Von Aalen ins Innviertel
Erster Neuzugang in Ried ist Dennis Chessa. Der ehemalige deutsche Jugendnationalspieler kommt von Drittligist Aalen und unterschrieb im Innviertel einen Zweijahresvertrag. „Ich hatte auch andere Möglichkeiten, entschied mich aber bewusst für Ried“, sieht der 23-jährige Defensivmann in der SVR „einen gut geführten Klub“. Sportdirektor Stefan Reiter hat Chessa schon seit zwei Jahren auf dem Radar. „Auf Empfehlung von Wolfgang Dremmler (Leiter Jugendleistungszentrum beim FC Bayern München, Anm.) wollten wir ihn schon damals holen, was aber leider nicht klappte.“ www.svried.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden