„König Paul“ als Augenzeuge: SVR chancenlos gegen Double-Gewinner
Schwerarbeit in der Abwehr, offensiv so gut wie nicht vorhanden. Bei der 0:2-Heimniederlage gegen Double-Gewinner Red Bull Salzburg waren die Kicker der SV Guntamatic Ried über weite Strecken überfordert.

„Salzburg zeigte die beste Saisonleistung in der Liga und wir konnten die Ausfälle so wichtiger Spieler wie Walch, Fröschl, Egho und Trauner nicht verkraften“, relativiert Manager Stefan Reiter. „Man kann uns absolut keinen Vorwurf machen, dass wir nicht wollten. Aber es ging einfach nicht“, bricht Marcel Ziegl eine Lanze für die reine Wahrheit.
Drei Privatduelle gewonnen
Vor 4600 Fans in der Keine Sorgen Arena konzentrierten sich die Heimischen sich ab der ersten Minute voll auf die Defensive, die Rechnung ging zumindest bis zur Pause auf. Unmittelbar nach Wiederbeginn hämmerte Bernardo das Rund unhaltbar für den starken Torhüter Thomas Gebauer, der drei Privatduelle mit Gulbrandsen gewann, zur Entscheidung in die Maschen. Bevor Valon Berisha mit einem Klasse-Lupfer nach einem Konter den Endstand besorgte, gab Thomas Bergmann den einzigen gefährlichen Schuss auf das Gästegehäuse ab (82.). „Wir haben verdient verloren und können die höhere Qualität eines Gegners nur über Kampf, Wille und Teamgeist minimieren“, sieht auch Chefcoach Christian Benbennek das größte Manko der Rieder Mannschaft in der fehlenden Torgefährlichkeit. „Jeder Trainer wünscht sich einen Stürmer, der fünfzehn Tore garantiert, aber so einen können wir nicht bezahlen. Es bringt nichts, etwas zu fordern, das wir uns nicht leisten können.“
Ehrenmitglied und König
Der emotionale Höhepunkt spielte sich schon vor Anpfiff der einseitigen Partie ab. Der Klub ernannte die „lebende Trainerlegende“ Paul Gludovatz (187 Pflichtspiele für die SVR) zum Ehrenmitglied, die Fans erhoben den Burgenländer gar zum „König“. „Ried ist meine zweite Heimat. Ehrenmitgliedschaft und goldene Ehrenurkunde sind etwas ganz Besonderes für mich. Alles kommt und geht, aber diese treuen Fans bleiben“, bedankte sich der 70-Jährige.
Heißes Nachzüglerduell
Beim punktegleichen Tabellenvorletzten Admira Wacker Mödling gastiert die SV Guntamatic Ried in Runde fünf am Samstag, 20. August (18.30 Uhr). Vergangene Saison gewannen die Innviertler das letzte von vier Duellen 1:0. Zuvor gab“s zwei Unentschieden (1:1, 0:0) und eine 1:3-Niederlage. www.svried.at


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