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RIED. Der UVC Weberzeile Ried hat die perfekte Ausgangsposition nach dem 3:0-Heimsieg gegen VRC Kazincbarcika genützt und ist trotz einer knappen 2:3-Niederlage in die nächste Europacup-Runde aufgestiegen. Dort treffen die Rieder auf den Schweizer Club Volley Schönenwerd.

Riesige Freude beim UVC Weberzeile (dieses Foto ist allerdings vom Hinspiel) (Foto: Wakolbinger)
Riesige Freude beim UVC Weberzeile (dieses Foto ist allerdings vom Hinspiel) (Foto: Wakolbinger)

Nach einem 3:0-Heimsieg mussten die Innviertler Volleyballer im Retourspiel entweder zwei Sätze oder, bei einer 1:3- bzw. 0:3-Niederlage, den Golden Set gewinnen.

Das Spiel startete perfekt. Die Rieder dominierten das Match und holten sich den ersten Satz. Auch im zweiten Satz sah es lange Zeit so aus als könnte das Wunder relativ rasch perfekt werden. Beim Stand von 20:16 kamen die Ungarn aber noch einmal richtig auf Touren. Die Hausherren holten den Rückstand auf und erzwangen eine spannende Endphase. Nach hartem Kampf holte sich Kazincbarcika den Satz mit 26:24.

Im dritten Durchgang wirkten die Rieder etwas schockiert über die vergebene Chance. Das nutzten die Ungarn eiskalt aus. Sie holten sich auch diesen Satz und setzten somit die Innviertler wieder etwas unter Druck. Bei einem 3:1-Sieg der Ungarn würde die Entscheidung in einem Golden Set fallen.

Kampf um jeden Ball

Die Rieder packten aber noch einmal alle Reserven aus und kämpften um jeden noch so unmöglich erscheinenden Ball. Eine echte Teamleistung machte es möglich, dass die Rieder einen 18:21-Rückstand aufholten und sich beim Stand von 24:22 durch einen Block den wichtigen zweiten Satz holten. Somit war die Sensation perfekt und das Märchen Europacup geht für den UVC weiter. Der letzte, nun unwichtig gewordene Satz ging mit 15:11 an die Ungarn – was den Riedern aber egal sein konnte, denn durch den Punktegewinn aufgrund der 2:3-Niederlage war der Aufstieg geschafft.

„So viele Höhen und Tiefen in einem Spiel, das geht gewaltig auf meine Nerven. Bis zur Mitte des ersten Satzes dachte ich mir, dass wir das wirklich schaffen können. Nachdem wir die vielen Chancen aber vergeben haben, wurde es noch einmal richtig eng. Respekt für diese tolle und mental starke Leistung an das gesamte Team. Die Reise im Europacup geht weiter und wir werden auch gegen die Schweizer alles hineinwerfen“, meint ein überglücklicher Dominik Kefer nach dem Spiel.

„Wir hatten das Spiel lange Zeit in der Hand“

Felix Breit, Mittelblocker der Rieder: „Beim letzten Block im zweiten Satz fiel sehr viel Last von uns ab. Wir hatten das Spiel lange Zeit in der Hand, doch die Ungarn gaben bis zum Schluss nicht auf. Im vierten Satz holten wir aber noch einmal alles heraus und das hat sich ausgezahlt. Die Freude ist riesig und wir dürfen noch einmal im Europacup ran – das ist einfach nur genial!“

Roman Lutz, UVC-Obmann ergänzt: „Zu Hause haben wir alle per Livestream mitgefiebert und konnten die Sensation gar nicht fassen. Wir sind richtig stolz auf die Mannschaft und auf den gesamten Betreuerstab.“

Bundesliga

In der Austrian VolleyLeague geht es am Sonntag, 21. November, um 18.30 Uhr auswärts gegen den TJ Sokol Wien weiter.

Pressesprecher Peter Eglseer sagt zu diesem Spiel: „Wir haben eine gute Ausgangsposition, um den notwendigen dritten Tabellenplatz nach dem Grunddurchgang zu erreichen. Durch sind wir aber noch nicht. Wir benötigen noch zwei Siege aus den letzten drei Spielen. Sokol Wien ist ein direkter Gegner und wird sicherlich alles unternehmen, um uns das Leben so schwer wie möglich zu machen. Wir werden eine Topleistung brauchen, um bestehen zu können!“


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