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SV Ried investiert 16 Millionen Euro in Ausbau der Infrastruktur

Walter Horn, 15.04.2026 18:17

RIED. Die SV Oberbank Ried plant für die nächsten fünf Jahre Investitionen von insgesamt 16 Millionen Euro. Damit sollen der VIP-Klub vergrößert, das Stadion saniert, ein Fandorf errichtet und zusätzliche Trainingsplätze für die Fußballakademie angelegt werden. Zwei Drittel der Kosten, maximal 10,7 Millionen Euro, kommen als Förderung vom Land.

Die geplante Außenansicht - der Bereich vor dem Eingang ist künftig überdacht. (Foto: tech3)
  1 / 5   Die geplante Außenansicht - der Bereich vor dem Eingang ist künftig überdacht. (Foto: tech3)

„Wir wollen uns langfristig in der 1. Bundesliga etablieren“, sagte SVR-Präsident Thomas Gahleitner bei der Präsentation der Pläne, an der auch Landeshauptmann Thomas Stelzer und Sport-Landesrat Markus Achleitner teilnahmen. Dazu brauche der Verein eine entsprechende Infrastruktur. 

Stadionsanierung und Stadiondorf

Im Mitelpunkt des Projekts steht die Modernisierung des Stadions, das mittlerweile 23 Jahre alt ist. Gahleitner: „Das muss technisch viel instandgehalten werden. Auch die Fassade, die Betonteile und die Überdachung werden saniert.“ Nicht zuletzt werden auch die WC-Anlagen erneuert. 

Die Erweiterung des Stadiondorfs für die Fans und die Modernisierung der Gastronomie seien schon lange geplant, mussten aber immer wieder verschoben werden. „Wir wollten den Service für die Fans und Besucher schon seit Jahren verbessern, aber der letzte Abstieg hat uns da einen Streich gespielt“, erklärte Gahleitner. Wie das Stadiondorf exakt aussehen wird, ist noch in Planung. Es soll aber am gleichen Standort bleiben. 

Durch diese Maßnahmen soll das Stadion nicht zuletzt auch für internationale Begegnungen, wie das Frauen-WM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Deutschland oder die Spiele der U21-Nationalmannschaft, attraktiv bleiben. 

Trainingsplätze

Für die Fußball-Akademie, die bereits unter Platznot leidet, sind neue Trainingsplätze und die Sanierung des Kunstrasenplatzes geplant. Dabei gebe es allerdings „Thematiken“ mit Grundstücksbesitzern und daher viele Gespräche, erläuterte der SVR-Präsident. „Wir planen auch parallel und denken über eine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen nach. Grundsätzlich wollen wir aber den Standort zentral halten.“

Business-Club und Geschäftsstelle

Ganz wesentlich ist der Ausbau des Business-Clubs, der bereits jetzt nahezu vollständig ausgelastet ist und besonders bei Spielen gegen Gegner wie Lask, Salzburg oder Rapid aus allen Nähten platzt. Seine Fläche soll um etwa 20 Prozent vergrößert werden, außerdem wird der Raum neu aufgeteilt und wesentlich attraktiver eingerichtet. 

Hauptarbeiten in der Sommerpause

Thomas Gahleitner hofft, dass die Arbeiten „noch in dieser Saison“, also spätestens im Mai, beginnen können und kurz nach der Sommerpause beendet werden: „Es wird einen extrem straffen Zeitplan geben, aber es wäre unrealistisch zu hoffen, dass die Arbeiten schon vor dem ersten Heimspiel abgeschlossen sind. Ich glaube, dass wir für zwei oder drei Spiele eine provisorische Lösung finden müssen.“

Gleichzeitig mit diesen Arbeiten vergrößert und modernisiert die SVR auch ihre Geschäftsstelle und den Fanshop, der bisher nur ein eher unscheinbares Dasein in der Geschäftsstelle fristet. 

Dass die Vergrößerung des Business-Clubs um 20 Prozent eine ebenso große Steigerung der Sponsoreinnahmen mit sich bringt, erwartet Gahleitner nicht: „Wir wollen vor allem unseren bestehenden Partnern und Sponsoren gerecht werden. Zuletzt mussten wir schon Anfragen absagen.“ 

Nachhaltige Investitionen

Landeshauptmann Thomas Stelzer betonte, dass für das Land an erster Stelle stehe, dass die Förderungen und Investitionen nachhaltig seien: „Ein Stadion ist über das sportliche Geschehen hinaus wichtig und hat in der Region auch eine große wirtschaftliche Wirkung. Die SV Ried bietet mit diesen Investitionsplänen ein Rundumpaket, das auf Jahre hinaus Effekte hat.“  

Förderungen mit 67 Prozent der Gesamtsumme gedeckelt

Landesrat Markus Achleitner argumentierte ähnlich: „Das Land sorgt im Breiten- und Spitzensport für optimale Bedingungen. Unsere Top-Mannschaften brauchen entsprechende Sportstätten, da hilft das Land bei der Infrastruktur. Diese Förderungen sind mit 67 Prozent der Gesamtsumme gedeckelt. Die SVR hat ein strategisches Programm für die nächsten zehn bis 20 Jahre vorgelegt. Wir werden in den nächsten Jahren jedes einzelne Projekt prüfen und finanzieren.“

Gahleitner: „Diese Investitionen sind unabhängig von der Ligazugehörigkeit geplant. Das gibt dem Verein eine gewisse Sicherheit und Unabhängigkeit.“ 


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