Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

SV Ried darf nach 2:1-Erfolg gegen den WAC weiter von der Conference League träumen

Walter Horn, 19.05.2026 23:24

RIED. Die SV Obernbank Ried besiegte den Wolfsberger AC mit 2:1 (0:0) und hat sich damit fürs Finale des Europacup-Playoffs gegen Rapid Wien qualifiziert. Das Hinspiel findet am Freitag, 22. Mai, um 19.30 Uhr in der Rieder BWT Oberösterreichische Arena statt, das Rückspiel am Pfingstmontag, 25. Mai, um 17 Uhr in Wien. 

  1 / 2   Kingstone Mutandwa traf mit einem sehenswerten Lupfer über WAC-Torwart Polster zum 2:1. (Foto: Horn)

Die erste Stunde des Spiels verlief chancenarm, danach wurde vor allem die SV Ried stärker. Beide Teams spielten „mit offenem Visier“, wie Trainer SVR-Trainer Maximilian Senft sagte. Der Sieg sei letztendlich verdient gewesen - was auch WAC-Trainer Thomas Silberberger bestätigte. 

Senft meinte, er sei sehr stolz auf die Mannschaft, weil sie trotz der spielerischen Weiterentwicklung die Grundtugenden nicht vergessen und Resilienz gezeigt habe. 

Fan-Unterstützung mit „internationalem Format“

Er betonte mehrfach, wie wichtig trotz der Minus-Kulisse von nur 2.607 Zuschauern die Unterstützung von den Fans auf der Westtribüne für die Mannschaft gewesen sei - die hätte „internationales Format“ gehabt.

Für den Freitag hofft Senft auf ein volles Stadion. „Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Es wird Fehlpässe geben, es wird verlorenen Zweikämpfe geben, aber jeder weiß, dass diese Mannschaft alles geben wird und dementsprechend hofe ich wirklich auf Unterstützung vom ganzen Stadion.“

Zwei Treffer von Mutandwa

Die SVR ging spät in Führung. SVR-Torjäger Kingstone Mutandwa traf in der 80. Minute per Kopf nach einer Maßflanke von Oliver Steurer („Ich wusste, dass Kingstone da ist, oder da sein sollte.“).

Nach einem Dreier-Wechsel kamen die Kärntner durch einen Kunstschuss von Marco Sulzner in der 87. Minute zum Ausgleich. Als man sich schon beinahe auf eine Verlängerung einrichtete, startete Mutandwa ein Solo von der Mittellinie, das er mit einem Lupfer über WAC-Torwart Polster vollendete, und traf zum 2:1. 

Mutandwa scheint den WAC zu mögen: Von seinen mittlerweile 16 Saisontoren erzielte er fünf gegen die Kärntner. 

Zwei Spiele gegen Rapid

Gegen Rapid könne man erwarten, dass die Mannschaft „jedes Prozent herauskitzeln wird, das möglich ist“. Senft: „Wir werden probieren, die Jungs so gut wie möglich fit zu halten. Ehrlicherweise sind wir schon sehr auf dem Zahnfleisch unterwegs. Wir hatten heute einige potenzielle Debütanten auf der Bank, das wird gegen Rapid ähnlich ausschauen.“

Rasner darf nach seiner Sperre wieder spielen, dafür war Van Wyk nach dem Spiel angeschlagen. Bei den Verletzten Rossdorfer und Sane werde es „sehr, sehr eng“. Senft: „Wir stehen aber in den letzten drei Jahren dafür, dass Jungs ihr Debüt feiern, auch in schwierigen Situationen. Ich bin mir sicher, wenn jemand einspringen muss, wird er seine Leistung bringen.“

„Wir haben europäische Spiele nicht unbedingt einkalkuliert“

Der 3:0-Heimsieg gegen Rapid im Cup-Viertelfinale sei kein Maßstab, weil damals der Rapid-Trainer ganz neu war und sich die Mannschaft seitdem weiterentwickelt habe. 

Senft: „Ich bin dankbar, dass das Spiel heute in 94 Minuten absolviert war. Rapid hat ein Spiel weniger in den Beinen, aber so wie ich unsere Jungs kenne, glaube ich nicht, dass es so große Auswirkungen hat, wenn es um so viel geht.“

Die SVR gehe sicher mit weniger Druck in diese beiden Spiele: „Wir haben europäische Spiele nicht unbedingt einkalkuliert. In Wien ist das ein wenig anders. Dementsprechend sind die Ausgangssituationen unterschiedlich. Aber das Schöne ist, wie sich unsere Mannschaft dieses Finale erarbeitet hat.“ 

Urlaub verschoben

Bei einer Niederlage gegen den WAC wäre die Saison für die SV Ried beendet gewesen, die Spieler hätten Urlaub gehabt. Durch die „Bonus-Spiele“ gegen Rapid werde der Urlaub verschoben, aber auch verlängert. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden