Fünfte Auflage für Gottfried Gansingers Standardwerk über Nazizeit im Bezirk Ried
RIED. Der Historiker Gottfried Gansinger forscht seit Jahrzehnten über den Nationalsozialismus. 2016 erschien sein Buch „Nationalsozialismus im Bezirk Ried im Innkreis, Widerstand und Verfolgung 1938-1945“. Jetzt ist es in der fünften Auflage neu erschienen.

Gansinger sagt zu der Neuauflage: „Dieses ‚Tausendjährige Reich‘ hat uns und der Welt Millionen Tote hinterlassen: Säuglinge und Soldaten, Juden und Roma, Beeinträchtigte und politische Gegner, Zwangsarbeiter und Pazifisten, Witwen und Waisen, Krüppeln an Leib und Seele. Es sollte uns gelehrt haben, was der Verlust des Rechtsstaats und der Demokratie für Land und ‚Volk‘ bedeutet. Besonders für die Jugend ist dies eine unvorstellbare Welt. Unsere Kinder und Kindeskinder sollten davon wissen. Je näher am eigenen Lebensraum – Familie, Wohnort, Schule – desto eher können die Schicksale berühren.“
Nobelpreisträger Anton Zeilinger sagte zu Gansinger: „Ihr Buch hat mit Einiges neu erzählt. Und ich habe oft in Vorträgen und Diskussionen daraus zitiert.“
ORF-Journalist Tarek Leitner, der 2016 die erste Auflage des Buches in Ried präsentierte, lobt das Buch: „Mit den Schilderungen von Leid, Gleichgültigkeit oder Bösartigkeit in dieser Zeit lässt uns Gottfried Gansinger mehr über unsere Gegenwart lernen als es so manche alten Fotos im Buch auf den ersten Blick nahelegen.“


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