Menschen mit Behinderung als Chance für den Arbeitsmarkt
RIED. Die Arbeitsmarktsituation im Bezirk Ried und die künftigen Herausforderungen für Betriebe standen im Mittelpunkt eines Unternehmerfrühstücks in der WKO Ried. Im Fokus dabei: Menschen mit Behinderung sollen künftig stärker in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Beim Unternehmerfrühstück standen Inklusion, Förderungen und neue Recruiting-Strategien im Mittelpunkt. Die Veranstaltung wurde von der WKO Ried gemeinsam mit Assista organisiert. Vertreter aus Wirtschaft, Arbeitsmarktservice und sozialen Einrichtungen diskutierten über Lösungen für den zunehmenden Arbeitskräftemangel in der Region. Bis zum Jahr 2030 werden im Bezirk voraussichtlich rund 700 Arbeitskräfte fehlen, weil zahlreiche Beschäftigte der Babyboomer-Generation in Pension gehen.
Unterstützung für Unternehmen ausgebaut
WKO-Leiter Christoph Wiesner und AMS-Leiter Klaus Jagereder beschrieben die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt im Bezirk zwar noch als vergleichsweise stabil, betonten aber die Notwendigkeit, neue Potenziale stärker zu nutzen. Menschen mit Behinderung würden dabei oft noch zu wenig berücksichtigt, obwohl Unternehmen mittlerweile zahlreiche Unterstützungsangebote und Förderungen erhalten können.
Praxisbeispiele zeigen Vorteile von Inklusion
Wie erfolgreich Inklusion im Arbeitsalltag funktionieren kann, zeigten mehrere Betriebe anhand konkreter Beispiele. Gregor Strasser von der Giesserei in Ried, Alin Tomescu von Hartjes in Pramet sowie Patrik Hauer von TEAM 7 berichteten gemeinsam mit ihren Arbeitgebern über positive Erfahrungen im Arbeitsalltag.
„Bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erleben wir viel Verlässlichkeit, Sorgfalt und eine starke Identifikation mit der Arbeit“, betonte Georg Emprechtinger, geschäftsführender Eigentümer von TEAM 7. Das stärke auch den Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft.
Assista-Geschäftsführer Markus Lasinger verwies auf die Bedeutung individueller Entwicklungsmöglichkeiten. Ziel sei es, Menschen mit Behinderung schrittweise an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Unterstützt werden Unternehmen dabei unter anderem durch Assista, Lebenshilfe, FAB und Miravita.


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