SV Ried gegen LASK: OÖ-Derby ist nahezu ausverkauft
RIED. Für das fünfte OÖ-Derby zwischen der SV Oberbank Ried und dem LASK am Samstag, 7. November, gibt es kaum noch Karten. Die Sitzplätze sind restlos ausverkauft, für den Stehplatz West gibt es online und am Spieltag ab 17.30 Uhr an der Stadionkassa West nur noch Restkarten.

Vor dem LASK-Match analysiert SVR-Sportdirektor Lukas Brandl die Hinrunde. Nach elf Runden liegt die SV Oberbank Ried mit 16 Punkten auf Tabellenplatz sechs. In der vergangenen Saison hatte Ried nach den ersten elf Spielen 14 Zähler am Konto.
Fortwährender Prozess
„Wenn ich auf die ersten elf Runden zurückblicke, kommt mir als erstes ein gewisses Credo in den Kopf, das man im Fußball nie vergessen sollte: Nichts ist je so schlecht, aber auch nicht so gut, wie es gerade scheint“, sagt Brandl. „Fußball ist ein low-scoring-game; wenige Ereignisse entscheiden über Sieg oder Niederlage und man läuft Gefahr, zu lange emotional zu sein und einen differenzierten Blick zu verlieren. Wir haben stets versucht, diesen differenzierten Blick zu bewahren und das Schiff auf Kurs zu halten. Im Sommer haben wir neben großen Teilen des Trainerteams einige zentrale Stützen auf dem Feld verloren, mitten im Transferfenster hat uns dann auch noch Wolfgang Fiala verlassen. Darüber hinaus hatten wir die Herausforderung, unseren Spielstil weiterzuentwickeln, dabei aber nicht unsere Rieder Identität und unsere Verbindung zu unseren Fans und der Region zu verlieren. Ich will an dieser Stelle betonen, dass dieser Prozess fortwährend ist und wir noch lange nicht ‚fertig‘ sind. Wir müssen reflektiert und hart zu uns selbst bleiben.“
„Die Grundrichtung stimmt“
„Der Bundesliga-Start war dann ergebnistechnisch durchwachsen, die Leistungen waren aber nie besorgniserregend, sondern immer gut einzuordnen“, erklärt Lukas Brandl. „Unser Trainerteam hat gemeinsam mit der Mannschaft ruhig und bestimmt weitergearbeitet und konnte sich auch ergebnistechnisch stabilisieren. Mittlerweile sind wir seit fast zwei Monaten in der Bundesliga ungeschlagen. Das ist eine sehr schöne Momentaufnahme. Trotzdem sind wir sehr selbstkritisch und überlegen, wie wir die letzten Spiele in der Bundesliga und im Cup noch erfolgreicher gestalten hätten können. Nichtsdestotrotz können wir festhalten, eine gute Hinrunde des Grunddurchgangs gespielt zu haben, besonders, was unsere Spielidee angeht. Wir sind auf einem guten Weg, fußballerisch variabel und selbstorganisiert zu sein; defensiv werden wir stabiler, sind aber noch nicht zufrieden; und Standardsituationen zählen nach wie vor zu unseren Stärken. Die Grundrichtung stimmt.“
„Uns erwartet mit dem Heimspiel gegen den LASK jetzt ein hochemotionaler Auftakt in die Rückrunde des Grunddurchgangs. Wir sind extrem heiß darauf und brennen auf diese Herausforderung“, so Lukas Brandl. „Ich habe das ‚David-gegen-Goliath‘-Bild schon einmal bemüht: Bei uns daheim im Innviertel können auch die Fans zu unserer Steinschleuder werden. Unabhängig vom Ausgang dieses Spiels besinnen wir uns auf die sportliche Weiterentwicklung der Mannschaft. Mario und sein Team leisten hervorragende Arbeit. Dank gebührt auch unserem Vorstand, der den Verein durch den Ausbau des Business-Clubs bedeutend weiterentwickelt. Uns erwartet eine hart umkämpfte Rückrunde, in der wir unserem großen Saisonziel sehr viel näher kommen können. Dafür arbeiten wir jeden Tag.“
„Wir brennen auf diese Herausforderung“
„Uns erwartet mit dem Heimspiel gegen den LASK jetzt ein hochemotionaler Auftakt in die Rückrunde des Grunddurchgangs. Wir sind extrem heiß darauf und brennen auf diese Herausforderung“, so Lukas Brandl. „Ich habe das ‚David-gegen-Goliath‘-Bild schon einmal bemüht: Bei uns daheim im Innviertel können auch die Fans zu unserer Steinschleuder werden. Unabhängig vom Ausgang dieses Spiels besinnen wir uns auf die sportliche Weiterentwicklung der Mannschaft. Mario und sein Team leisten hervorragende Arbeit. Dank gebührt auch unserem Vorstand, der den Verein durch den Ausbau des Business-Clubs bedeutend weiterentwickelt. Uns erwartet eine hart umkämpfte Rückrunde, in der wir unserem großen Saisonziel sehr viel näher kommen können. Dafür arbeiten wir jeden Tag.“
„Die Mannschaft ist immer enger zusammengerückt“
Auch SVR-Kapitän Andreas Leitner blickt noch einmal auf die Hinrunde zurück: „Meine Bilanz fällt sehr positiv aus. Wir können mit der Punkteausbeute zufrieden sein. Wir sind schlecht gestartet und haben uns dann gut reingekämpft. Die Art und Weise, wie wir spielen – das ist sehr erfrischend. Wir versuchen immer, guten Fußball zu spielen. Die Mannschaft ist immer enger zusammengerückt. Es macht wirklich Spaß.“
Zur Heimstärke und zum Match gegen den LASK sagt der SVR-Kapitän: „Mit unseren Fans im Rücken ist es in Ried für jeden Gegner schwer. Wir wollen zuhause möglichst alle Punkte in Ried lassen. Das ist uns bisher ganz gut gelungen. Wir müssen wie zuletzt wieder alles geben. Und wir müssen unsere spielerische Klasse auf den Platz bringen. Dann haben wir gute Chancen, das Derby zu gewinnen.“
Rivalität
In der Gesamtbilanz der Bundesligaspiele zwischen den beiden oberösterreichischen Vereinen liegt die SV Ried mit 19:16 Siegen vorne, 16 Mal gab es ein Unentschieden. Die Tordifferenz spricht mit 63:60 auch knapp für die SVR. Inklusive 2. Liga und Cup führt die SVR mit 25:23 Siegen bei 21 Remis, Tordifferenz 92:84.
Die letzten drei Derbies hat allerdings der LASK gewonnen, zuletzt das denkwürdige 5:4 im Cup-Achtelfinale, das auch das torreichste Derby der Geschichte war. Die Linzer könnten am Samstag mit einem Sieg ihre Rekordserie von fünf Derbies ohne Niederlage nacheinander aus den Jahren 1997/1998 einstellen. Die längste Rieder Serie von ungeschlagenen Derbies ist mit sechs Spielen noch etwas länger und stammt aus den Jahren 1995/1996.
Als höchsten Sieg gegen den „Lieblingsfeind“ haben beide Vereine einen 6:1-Heimsieg zu Buche stehen. Die SVR gewann mit diesem Ergebnis am 16. Mai 1998, der LASK am 8. Mai 1999.
Die SV Oberbank Ried ist in der Bundesliga bereits seit sechs Spielen ungeschlagen. Zuletzt gelang den Riedern eine solche Serie in der Bundesliga im Frühjahr 2021 – damals blieb die SV Ried in der Qualifikationsgruppe acht Spiele in Folge unbesiegt.
Eröffnung des Business Clubs
Vor dem Spiel gegen den LASK wird der neue BWT X Oberösterreichische Business Club eröffnet. Der Umbau ist Teil des bisher größten Infrastrukturpaketes der Vereinsgeschichte, das im April 2026 präsentiert wurde. Gleichzeitig wurde auch die Geschäftsstelle ausgebaut. Spatenstich für diese Projekte war vor einem halben Jahr, vor dem Heimspiel gegen den WAC am 9. Mai.








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