Höhere Arbeitslosigkeit im Bezirk
RIED. Die Auswirkungen der Pandemie sind aktuell auch am Rieder Arbeitsmarkt sehr deutlich zu spüren. Besonders im November haben coronabedingte Freistellungen, aber auch erste saisonale Freistellungen im Bezirk zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt.

Die Arbeitslosenquote für November wird derzeit mit 5,5 Prozent beziffert und liegt um 1,8 Prozentpunkte über der des Vorjahres und nur noch leicht unter der Quote in Oberösterreich (5,9 Prozent). 1.576 Personen (745 Frauen, 831 Männer) sind aktuell zur Jobsuche im AMS vorgemerkt.
Ausbildung ist wichtig
„Mehr als die Hälfte haben leider keinen Berufsabschluss oder eine verwertbare Ausbildung“, erklärt der Rieder AMS-Bezirksstellenleiter Klaus Jagereder und fügt hinzu: „Geht man davon aus, dass zahlreiche Personen eine Wiedereinstellzusage haben und auch diverse Jobzusagen in den nächsten Wochen entschieden werden, wird es umso wichtiger, dass die verbleibenden Personen mit Qualifizierung ihre Jobchancen verbessern.“
Finanzielle Mittel für Ausbildungen seien ausreichend vorhanden. Jagereder: „Diverse Ausbildungsformate, die auch mit coronabedingten Einschränkungen umgesetzt werden können, sind bereits für das Frühjahr 2020 in Planung! Auch für individualisierte Ausbildungen in Unternehmen findet sich mit Sicherheit eine Lösung!“
So viele freie Stellen wie vor einem Jahr
Positiv sieht es bei den freien Stellen aus: Die 443 neu im November ausgeschriebenen Stellen haben das Angebot auf fast 1.300 Jobs anwachsen lassen – das ist genauso hoch wie im Vorjahr. Insgesamt konnte das AMS heuer bereits 3.608 Personen auf neue Arbeitsplätze vermitteln.


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