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ÖGB fordert von der Regierung bessere Planbarkeit für Schulen und Kindergärten

Rosina Pixner, 29.01.2021 07:46

RIED. Der ÖGB (Österreichische Gewerkschaftsbund fordert die Regierung auf, ordentliche Test- und Betreuungskonzepte für die Kinderbetreuung vorzulegen und übt scharfe Kritik an der Vorverlegung der Semesterferien.

ÖGB-Frauenvorsitzende Roswitha Kreuzhuber Foto: ÖGB
ÖGB-Frauenvorsitzende Roswitha Kreuzhuber Foto: ÖGB

„Nach fast einem Jahr Ausnahmezustand wird es allmählich mühsam, die Landes- und Bundesregierung immer wieder daran zu erinnern, dass es auch Familien gibt, in denen beide Eltern berufstätig sind und die nicht auf Zuruf alle Kinderbetreuungspläne über den Haufen werfen können“, ärgert sich Rieds ÖGB-Frauenvorsitzende Roswitha Kreuzhuber über die überfallsartige Verlegung der Semesterferien in Oberösterreich. „Bei uns melden sich dutzende Mütter, die ihren Urlaub bereits fix vereinbart haben – nur jetzt leider in der falschen Woche!“

Home Office ist nicht vereinbar mit Kinderbetreuung

Wenig hilfreich sei außerdem der ständige Hinweis darauf, dass die Kinder nach Möglichkeit zuhause betreut werden sollen – zumal es ja in vielen Firmen Home Office gebe. „Wer es schon probiert hat, der weiß, dass sich Home Office und Kinderbetreuung nicht vereinbaren lassen. Sollen Kindergarten- oder Volksschulkinder für acht Stunden vor dem Fernseher geparkt werden, damit die Eltern ungestört arbeiten können?“, wundert sich Kreuzhuber. „Offenbar wird billigend in Kauf genommen, dass Mütter ihren Job aufgeben, weil sie nicht mehr wissen, wie sie mit Home Schooling und Ferienwirrwarr zurechtkommen sollen.“

Konzepte für Kindergärten und Schulen

Die ÖGB-Frauen fordern von der Landes- und Bundesregierung ein geplantes und ordentlich kommuniziertes Konzept für die Schulen. „Gäbe es eine ordentliche Teststrategie und überlegte Betreuungskonzepte für die Schulen, müssten diese nicht ständig zugesperrt werden. Folgeschäden für junge Menschen und massive Jobprobleme für Eltern würden sich vermeiden lassen, wenn sich jemand ernsthaft Gedanken machen würde, wie Unterricht ermöglicht werden kann“, meint Kreuzhuber.


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