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RIED. Rotary Ried stellt bis Mitte September in einer Reihe von etwa 50-minütigen „Sommergesprächen“ die fünf Rieder Bürgermeisterkandidaten vor. Zum Auftakt interviewte Moderator Helmut Slezak (im Hauptberuf Messedirektor) den NEOS-Kandidaten Günter Kitzmüller.

Günter Kitzmüller (l.) beantwortete Fragen von Helmut Slezak. (Foto: Tips / Horn)
  1 / 3   Günter Kitzmüller (l.) beantwortete Fragen von Helmut Slezak. (Foto: Tips / Horn)

Das Gesprächsformat ist nicht darauf ausgelegt, die Kandidaten zu „grillen“, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen etwas ausführlicher darzulegen und sich den Zuhörern persönlich vorzustellen.

Verdoppelung der Stimmen

Der im Stadtteil Riedberg aufgewachsene Kitzmüller ist seit über 30 Jahren Berufsschullehrer und seit 2015 im Gemeinderat.

Das Wählerpotenzial von NEOS schätzt er auf acht bis zehn Prozent – und sagt optimistisch: „Das erwarte ich mir“. 2015 kam NEOS auf 3,92 Prozent.

„Schwammstadt“

Zur Attraktivierung der Stadt kann sich Kitzmüller vorstellen, eine Wohlfühl- und Verweilzone auf dem Hauptplatz als „Schwammstadt“ zu schaffen. Dabei wird der Untergrund so gestaltet, dass er bei Niederschlägen Wasser aufsaugt und dieses später an dort gepflanzte Bäume und Pflanzen abgibt. „Das wäre nicht nur für Klima, sondern auch für die Wirtschaft gut“, ist er überzeugt.

Gegen Spange 3, für Verkehrskonzept

Ein wichtiges Thema war der Verkehr. Die Spange 3 lehnen NEOS ab, „solange es keinen Nachweis gibt, dass wir sie wirklich brauchen“. In der Stadt fehlt Kitzmüller ein Verkehrskonzept. Damit ein „30er“ auch eingehalten werde, müsse man den Autofahrern durch gestalterische Maßnahmen den Anreiz zum Beschleunigen nehmen. Eine solche Verkehrsberuhigung würde auch dazu führen, dass wieder mehr Menschen mit dem Rad in die Stadt fahren.

Mehr Bürgerbeteiligung

Kitzmüller sprach sich für mehr Bürgerbeteiligung aus – sei es durch einen Bürgerrat nach vorarlberger Vorbild oder durch Einbeziehung der Bürger in bestimmten Phasen von Projekten. Die letzte Entscheidung müsse aber bei der Gemeinde bleiben. Die Umstellung der Jugendarbeit bezeichnete er als „eines der wichtigsten Projekte“.

Für Sport- und Freizeitanlagen solle ein Konzept erstellt werden. Eine Eishalle ist für Kitzmüller ein Muss – über den Standort könne man reden.


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