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RIED. Für den Bürgermeisterkandidaten der Rieder Grünen, Verkehrsstadtrat Lukas Oberwagner, ist eine menschengerechte Stadt- und Verkehrsplanung die wichtigste Aufgabe in den nächsten Jahren.

Lukas Oberwagner ist der Bürgermeisterkandidat der Grünen Ried. (Foto: Tips/Horn)
Lukas Oberwagner ist der Bürgermeisterkandidat der Grünen Ried. (Foto: Tips/Horn)

„Wer eine klimafitte Stadt will, braucht stärkere Grüne“, sagt er und präsentiert entsprechende Vorschläge und Forerungen.

In Ried ist der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehr seit 2012 gesunken – aber nicht, weil weniger Leute mit dem Rad fahren, sondern weil immer mehr Autos in der Stadt fahren. Oberwagner: „Fußgänger und Radfahrer müssen bei der Raumaufteilung das gleiche Gewicht wie der Autoverkehr bekommen. Wir brauchen eine Entwicklung hin zur menschengerechten Stadt.“

Die Begegnungszone – „die einzige in Österreich mit Tempo 30“ – bezeichnet er als „nicht mutig genug“. Der Durchzugsverkehr müsse aus dem Stadtzentrum heraus. Es gebe zwar einen Ring um die Begegnungszone, aber „wenn eine gerade Straße durchs Zentrum führt, fährt jeder auf dieser Straße“.

Durch die starke Bautätigkeit gäbe es in Ried einen Flächenfraß trotz vieler Leerstände. Für mehr Natur- und Naherholungsflächen schlägt Oberwagner eine Erweiterung des Stadtparks im Bereich Freibad/Pfarrhölzl vor.

Eine weitere Möglichkeit sieht er im Bereich der Spange 3: „Das ist der einzige Raum im Stadtgebiet, den wir noch haben.“ Die Trassenverordnung müsse aufgehoben werden, um dort ein Naherholungsgebiet zu schaffen, das auch für das Stadtklima wichtig sei. Oberwagner: „Die Trasse liegt auf der gleiche  Höhe wie das Krankenhaus. Von dort zieht im Sommer kühle Luft in die Stadt.“ Oberwagner geht davon aus, dass die Spange 3 „nach der nächsten Wahl beerdigt ist.“

Weitere Vorschläge von Oberwagner sind die Errichtung weiterer Schrebergärten im Bereich der Spange 3 und die Pflanzung eines „Geburtenwaldes“, in dem für jedes Neugeborene in Ried ein Baum gepflanzt wird.

Ried brauche eine Sportstrategie für Profi-, Freizeit- und Breitensport, in deren Rahmen auch das Messegelände entwickelt werden solle.

Wahlvorschlag

Der Wahlvorschlag der Grünen für die Gemeinderatswahl umfasst 44 Personen. Hinter Lukas Oberwagner folgt auf Platz zwei Sabine Haury, dann Daniel Büchl, der schon in Ort im Gemeidnerat war und nach seinem Umzug jetzt in Ried kandidiert. Auf Platz vier kommt Ingrid Oberwagner, auf fünf Thomas Brachtl, auf sechs Jorinde Henniger, auf sieben Erich Ringler, auf acht Julia Csongrady und auf neun Christoph Bleckenwegner.

Als Wahlziel nennt Oberwagner eine Verbesserung des Ergebnisses von 2015 (12,24 Prozent) und ein zusätzliches Mandat.


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