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RIED. „Unser Traum sind zehn Prozent, der Wunsch acht Prozent, realistisch sind sechs bis acht Prozent.“ So realistisch schätzt NEOS-Gemeinderat Günter Kitzmüller die Chancen seiner Partei bei der kommenden Gemeinderatswahl ein.

NEOS in Ried ist fast ein Zwei-Familien-Betrieb (v. l.): Erwin und Karin Seifriedsberger, Elisabeth und Günter Kitzmüller (Foto: S. Enzlmüller)

Umgerechnet auf Gemeinderatssitze soll das Ergebnis eine Verdreifachung auf drei Mandate ergeben. 2015 kamen NEOS in der Stadt Ried auf 7,7 Prozent.

Kitzmüller geht auch als Bürgermeisterkandidat ins Rennen: „Das Ziel muss sein, unsere Wähler abzuholen. Bei der Stichwahl könnten sie das Zünglein an der Waage sein.“ Eine Wahlempfehlung will Kitzmüller nicht abgeben: „Unsere Wähler sind mündig.“

Transparente Politik

Weit oben bei den NEOS-Themen ist die Transparenz: „Wir hätten gerne eine größere Einbindung der Bürger.“ Das könne durch einen Bürgerrat und ein Jugendparlament erfolgen. Ein erster Schritt wäre ein Livestream der Gemeinderatssitzungen im Internet. Diese Maßnahmen könnten das Demokratieverständnis verbessern und die sinkende Wahlbeteiligung erhöhen.

Herzensthema Umwelt

Nummer zwei der Fraktion ist die in sechs Ausschüssen arbeitende Elisabeth Kitzmüller, deren „Herzensthema“ die Umwelt ist: „Die Stadt Ried hat den Klimanotstand beschlossen, geschehen ist seitdem aber nichts.“ Sie hofft auf einen Konsens der Parteien und will die Innenstadt begrünen, unter anderem mit dem Projekt „Schwammstadt“, bei dem der Untergrund Regenwasser speichern und dann an Bäume und in die Luft abgeben kann. Sie fordert auch Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden („es ist grotesk, dass es das noch nicht gibt“), öffentliche E-Tankstellen und „Urban Gardening“ in allen Stadtteilen.

Umdenken beim Verkehr

Beim Thema Verkehr kritisieren NEOS den „Fleckerlteppich“ mit 20er-, 30er- und 50er-Beschränkung und fordern ein Konzept.

In der Begegnungszone müsse es andere Prioritäten geben: „Hier müssen die Schwächsten die Ersten sein.“


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