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AUROLZMÜNSTER. Die ÖVP stellt im Bezirk Ried 1.081 Kandidaten für die Gemeinderatswahl und ist die einzige Partei, die in allen Gemeinden mit einer Liste vertreten ist.

Ausblick auf die Landtagswahl (v. l.): Andreas Gasselsberger, Monika Rendl, Theresa Osterkorn, Bezirksparteiobmann Günther Lengauer mit zwei Wahlkapfhelferinnen der ÖVP (Foto: Tips / Horn)

Nicht zuletzt darauf begründet Bezirksparteiobmann Günther Lengauer seinen Optimismus für die Wahl. Ob es für ein zweites Landtagsmandat aus dem Bezirk reichen kann, lasse sich noch nicht beantworten: „Dazu brauchen wir zuerst ein gutes Ergebnis, dann hängt es auch von der Landesliste ab.“

34 Bürgermeister-Kandidaten

Bei den Bürgermeistern (derzeit stellt die ÖVP im Bezirk 24) und Bürgermeisterkandidaten hat die ÖVP die 100-prozentige Abdeckung nicht ganz geschafft. In Geiersberg (gegen SPÖ-Bürgermeister Friedrich Hosner) und in Wippenham (gegen SPÖ-Bürgermeisterin Roswitha Schachinger) stellt sie keinen Kandidaten.

Die Frauenquote unter den Spitzenkandidaten lässt zu wünschen übrig. Während sie bei allen Gemeinderatskandidaten noch bei 25 Prozent liegt (271 Kandidatinnen), sind unter den 34 Personen an der Spitzenposition nur zwei Frauen, Bürgermeisterin Margot Zahrer in Eitzing und Vizebürgermeisterin Angela Helm in Senftenbach.

Lengauer kennt das Problem: „Wir hätten das auch gerne anders. Die Frauen sind hier sicher unter Wert repräsentiert. Eine Bürgermeisterkandidatur ist aber auch eine persönliche Herausforderung, besonders wenn es schwer wird.“ Bezirksbäuerin Monika Rendl sagt dazu: „Für Frauen ist es schwer. Sie sind wegen der Kinder immer noch öfter zuhause als Männer. Aber ich kann es jeder empfehlen, sich politisch zu engagieren. Frauen haben oft neue Ideen.“

Breitband

Eines der wichtigsten Themen für Lengauer ist der Breitbandausbau. Davon profitierten vor allem Ortschaften außerhalb der Gemeindezentren. Er spricht sich für einen gemeindeübergreifenden Wirtschaftspark aus, da die Kosten für die Infrastruktur für einzelne Gemeinden unerschwinglich seien.

Theresa Osterkorn aus Kirchheim, in der Wahlkreisliste Inn­viertel auf Platz sieben, nannte vor allem leistbare Wohn- und Baumöglichkeiten sowie „Klimaschutz mit Hausverstand“ als Herausforderung.

Monika Rendl aus Mehrnbach ist sowohl in der Wahlkreisliste als auch in der Landesliste auf Platz acht gereiht. Zu ihren Anliegen zählen das Ehrenamt und die Landwirtschaft, die mehr Verständnis brauchen könne.

Gutsverwalter Andreas Gasselsberger, Nummer 13 auf der Wahlkreisliste, fordert einen respektvollen Umgang mit dem Wald, der in erster Linie Produktionsstätte und Wildtier-Lebensraum sei.


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