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RIED. Bei der Stadt-SPÖ gab es vor der Wahl einen Generationswechsel. Unter den ersten 20 auf der Kandidatenliste sind elf Neulinge und neun Personen, die nicht in der Partei sind.

V. l.: Christian Hilpold, neu im Team (siebter Listenplatz), Peter Stummer, Stadtrat (erster Listenplatz), Sebastian Forstner, Gemeinderat (zweiter Listenplatz), Patrick Holzinger, neu im Team (fünfter Listenplatz) (Foto: Tips / Horn)

Mit diesem Team will Bürgermeisterkandidat Stadtrat Peter Stummer wesentliche Änderungen in der Stadtpolitik vornehmen: „Wir brauchen kein Leitbild, sondern Konzepte für die Innenstadt, für den Verkehr, für Grünflächen und Freizeit sowie für das Klima. Wir müssen festlegen, wo Ried 2040 stehen soll.“

Derzeit werde ein Projekt nach dem anderen abgearbeitet, aber es fehle die Übersicht: „Was wir jetzt machen, ist viel teurer. Wenn es einen Plan gibt, kann auch das Stadtmarketing anders agieren. Da ist Luft nach oben. Wir könnten viel Geld sparen, aber es gibt absolut keine Strategie und keinen Plan.“

Ansetzen will Stummer zuerst beim Verkehr und beim Stadtmarketing. Die Stadt müsse attraktiver werden – zum einen für die Wirtschaft, die in den nächsten Jahren tausende Arbeitskräfte braucht, zum anderen für Familien und Ältere: „Wir fragen immer die Kaufleute, Politiker und Immobilienbesitzer, aber nicht die Kunden, die normalen Leute.“ Die Einnahmen durch die Radarkontrollen sollten zum Teil in den Bereich Umwelt (E-Ladestationen, Energieeffizienz der gemeindeeigenen Gebäude) umgeschichtet werden. Sebastian Forstner, Zweiter der SPÖ-Liste: „Das Thema Umwelt ist präsent bei den Leuten.“

Der Listenfünfte Patrick Holzinger fordert ein besseres Freizeitangebot für die Jugend. Christian Hilpold, Nummer sieben auf der SPÖ-Liste: „Mit den sozialdemokratischen Werten in der Politik ist es wie mit der Gesundheit: Es fällt erst auf, wenn sie fehlen.“

Zur Attraktivität der Stadt zählt für Stummer auch die Kultur: „Die Sommerbühne muss bleiben. Dafür braucht man aber drei Mitarbeiter – ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand dagegen ist.“ Eigentlich sei Politik nicht so schwer: „Wir sollten nur Sachen machen, die gescheit sind.“


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