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Protestkundgebung: "Wir wollen keine Millionen, wir wollen essen, heizen, wohnen"

Rosina Pixner, 15.07.2022 09:59

BEZIRK RIED. „Die Teuerung ist auf Rekordhöhe, das können Österreichs Pensionisten nicht mehr länger finanzieren. Hier droht eine Welle der Verarmung“, betonen Peter Kostelka, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs und der Landespräsident des PVÖ in Oberösterreich, Heinz Hillinger bei einer Protestkundgebungen in Mettmach im Rahmen.

Der Pensionistenverband fordert jetzt eine Pensionserhöhung (Foto: privat)
Der Pensionistenverband fordert jetzt eine Pensionserhöhung (Foto: privat)

Strom kostet um fast 50 Prozent mehr, Gas wurde um 70 Prozent teurer. Laut aktuellen Erhebungen haben sich die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mehl, Eier und Butter im Vergleich zum letzten Jahr teilweise mehr als verdoppelt. Und die Preise steigen weiter, ein Ende der Inflation ist nicht in Sicht. Das können Österreichs Pensionisten nicht mehr länger finanzieren.

 Pensionistenverband fordert vorgezogene Pensionsanpassung

„Wenn die Pensionen jetzt um 7,5 Prozent angepasst werden, würde das einem Bezieher mit einer 1.300-Euro-Pension rund 75 Euro netto im Monat zusätzlich bringen. Das ist jetzt notwendig, dafür setzt sich der Pensionistenverband mit voller Kraft ein“, so Kostelka und Hillinger unisono. Beide erinnern daran, dass es in Zeiten extremer Teuerung bereits ähnliche Maßnahmen gab. Am Höhepunkt der Ölkrise in den 1970er-Jahren (1974 und 1975) erfolgten inflationsgemäße Pensionserhöhungen von rund 10 Prozent. Darüber hinaus gab es in diesen Jahren auch unterjährig zur Jahresmitte zusätzlich 3-prozentige Erhöhungen. 1976 betrug die Pensionserhöhung gar 11,5 Prozent.

Schwierige Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – Regierung muss jetzt handeln

„Schwierige Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Hier kann man nicht einfach zusehen und zuwarten“, sind sich die beiden Präsidenten einig und weisen darauf hin, dass auch WIFO-Chef Felbermayr bereits unterjährige Entlastungen gefordert hat. Die Bevölkerung droht in der Teuerungswelle unterzugehen.

Menschen leiden unter Teuerung

Auch der Bezirksvorsitzende des PVÖ Ried, Helmut Gruber berichtet, dass die Menschen massiv unter der Teuerung leiden: „In den PVÖ-Ortsgruppen ist deutlich spürbar, dass es für Mitglieder immer schwieriger wird mit der Pension auszukommen. Zu den Sozialsprechtagen kommen deutlich mehr Menschen, als noch vor einem Jahr. Das alles zeigt, dass die Einzelmaßnahmen nicht der richtige Weg sind. Die Pensionisten brauchen und verdienen eine Pension, von der sie leben können. Daher muss jetzt eine Pensionserhöhung kommen. Wir wollen keine Millionen, wir wollen essen, heizen, wohnen!“


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