Neues Problemfeld bei Energie Ried
RIED. Der Gemeinderat hat am 24. März beschlossen, bei der stadteigenen Energie Ried einen dritten Geschäftsführer einzusetzen.

Damit sollte die neue Geschäftsführung des Unternehmens angesichts der Ermittlungen wegen der mutmaßlichen Betrugshandlungen der beiden vorherigen Geschäftsführer (für die die Unschuldsvermutung gilt) entlastet werden.
Gegen diese von der Generalversammlung (Bürgermeister und die drei Vizebürgermeister) als Eigentümer gewünschte Aufstockung der Geschäftsführung soll es aber mittlerweile heftigen Widerstand im Unternehmen geben, sowohl in der Belegschaft und im Betriebsrat als auch in der Führung des Betriebes.
Höhere Rücklagen
In der eigentlichen Causa laufen weiterhin die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Bislang ist man davon ausgegangen, dass das Unternehmen etwa sieben Millionen Euro Rückstellungen schaffen muss, um den vermuteten Schaden begleichen zu können. Mittlerweile sieht es aber so aus, dass die Betrugshandlungen möglicherweise bis zu 20 Jahre zurückreichen. Das würde dazu führen, dass das Unternehmen Rückstellungen von mehr als 25 Millionen Euro bilden müsste.
Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP) meinte auf Tips-Anfrage mit Hinweis auf die komplizierte Rechtslage nur: „Kein Kommentar.“


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