Zahlreiche Kontrollen von Lkw-Fahrverboten führten zu Anzeigen
KIRCHDORF/INN. Um den Mautausweichverkehr zu kontrollieren und Verfehlungen entsprechend sanktionieren zu können, wurde in der Gemeinde Kirchdorf (Bezirk Ried) ein neuer LKW-Kontrollplatz errichtet. Alleine im September haben zwölf Schwerpunktkontrollen zum Mautausweichverkehr stattgefunden. Dabei wurden 120 Lastkraftwagen kontrolliert.

Eine Vielzahl der Sattelzüge wurde dadurch beim Mautausweichverkehr ertappt. So wurde bei 36 der kontrollierten Fahrzeuge eine Missachtung des Lkw-Fahrverbots festgestellt. 30Prozent, also beinahe jeder dritte Lkw, ist somit unerlaubt auf die B148 ausgewichen.
Belastung für Anwohner
„Es geht bei den Kontrollen nicht darum, Lkw-Fahrer bloßzustellen, sondern um das Einhalten bestehender Fahrverbote, die zum Schutz der Bevölkerung erlassen wurden. Die Bevölkerung entlang der B148 in Braunau und Ried ist durch den zu langsam voranschreitenden Autobahnausbau auf bayerischer Seite in besonderem Maße vom Mautausweichverkehr belastet. Wir werden die Kontrollen auch weiterhin intensiv fortsetzen. Denn wenn beinah jeder dritte Lkw auf der B148 unsere Infrastruktur unerlaubt nutzt, ist das bei weitem zu viel für unsere Landesstraßen und den Anwohnern im Innviertel“, so Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.
Gesetzliche Bestimmungen
Es gelten gesetzliche Bestimmungen, dass Lastkraftwagen, dort wo es möglich ist, das hochrangige Straßennetz zu benützen haben. Dieses ist für den Schwer- und Gütertransport entsprechend ausgebaut. Die Nutzung von parallelführenden Landesstraßenzügen zur Einsparung von Maut ist hingegen verboten. Lediglich Fahrten im Ziel- und Quellverkehr, also hin zu den Zielstandorten oder beginnend am Startpunkt, sind erlaubt.


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