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RIED. Über aktuelle Themen wurde bei der Generalversammlung des Fleckviehzuchtverbandes Inn- und Hausruckviertel (FIH) informiert. Neben den Züchterehrungen stand das AMA-Gütesiegel im Mittelpunkt der hervorragend besuchten Veranstaltung.

Die Familie Vormayr aus Pram freute sich sehr über den Dr. Anton Pohl Preis für ihre Kuh Wunder. V. l.: Landesbäuerin Johanna Haider, FIH Geschäftsführer Josef Miesenberger, Familie Roswitha, Johann und Johannes Vormayr, FIH Obmann Johann Honser, Obmann Rinderzucht Austria, Sebastian Auernig, Kammerdirektor Karl Dietachmair (Foto: dualpixel.photography)

Die bis auf den letzten Platz besetzte Bauernmarkthalle in Ried bot einen würdigen Rahmen für die Generalversammlung des FIH. Das Geschäftsjahr 2021/22 war für den FIH eine Herausforderung. Der Umsatz in der Zuchtrinder- und Kälbervermarktung reduzierte sich vor allem durch rückläufige Exporte in etwa auf das Niveau von 2010. Das unter den schwierigen Rahmenbedingungen ein Gewinn nach Steuern von 25.885 Euro erreicht werden konnte, ist auch auf die Ausschüttung der sehr erfolgreichen „Lieblingstochter“, der Oö. Besamungsstation GmbH, zurückzuführen. Mit einer Eigenkapitalquote von 76,45 Prozent ist der FIH durchaus in der Lage, schwierige Phasen zu meistern. Dies wurde laut Geschäftsführer Josef Miesenberger einmal mehr bewiesen. Mittlerweile haben die Märkte wieder gedreht. Zuchtrinder sind wieder gefragt. Sorgen bereitet allerdings die immer kritischere Einstellung der Gesellschaft zum Transport von Tieren und die Forderung nach immer mehr Tierwohl, verbunden mit zusätzlichen Auflagen ohne Absicherung der heimischen Produktion durch eine „verpflichtende Herkunftskennzeichnung“ in der Gastronomie.

Angriff auf das AMA-Gütesiegel

Unter www.haltung.at wird über das AMA-Gütesiegel und vor allem das dichte Netzwerk an Kontrollen bei den Produzenten informiert. Dies ist dringend notwendig, weil man derzeit mit massiven Angriffen auf das AMA-Gütesiegel konfrontiert ist. Peter Hamedinger zeigte auf, dass durch die aktuelle Kampagne gegen das AMA-Gütesiegel das über 20 Jahre aufgebaute Vertrauen in dieses einzigartige Herkunftszeichen, welches 100 Prozent österreichische Herkunft garantiert, systematisch untergraben wird. Hamedinger fordert Verständnis bei den Bauern für die Forderung nach noch mehr Tierwohl und die 20.000 jährlichen Kontrollen auf den Gütesiegel Betrieben. Alle 30 Minuten findet eine AMA-Gütesiegel Kontrolle statt.

Erfolgreiche Züchter ausgezeichnet

Dass die intensive und vor allem nachhaltige Zuchtarbeit beim FIH Früchte trägt, wurde bei den Ehrungen sichtbar. Gemeinsam mit der Familie Schmidseder aus Enzenkirchen freut man sich über den 1. Platz bei der Auswertung zum österreichischen „Züchter des Jahres“. Der begehrte Dr. Anton-Pohl-Preis wurde heuer an Roswitha und Johann Vormayr aus Pam für die Dauerleistungskuh Wunder überreicht. Im Mittelpunkt standen auch die erfolgreichen Teilnehmer bei der Bundesfleckviehschau und die Besitzer der Dauerleistungskühe mit einer Lebensleistung von über 10.000 Kilo Fett und Eiweiß beziehungsweise über 100.000 Kilo Milch.


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