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RIED. Die Stadt Ried will die Bäche im Stadtgebiet wieder naturnaher gestalten und dabei Fehler der damaligen „Begradigung“ rückgängig machen.

  1 / 2   Spatenstich am Brauereispitz (v. l.): Michael Diermayr (Projektbetreuer Gewässerbezirk Braunau), Eva Frauscher (Umweltabteilung Ried), StR Lukas Oberwagner (Vors. Umweltausschuss), Vbgm. LAbg. Thomas Dim, Landesrat Stefan Kaineder, Bgm. Bernhard Zwielehner und Projektverfasser Martin Brückner (Foto: Land OÖ / Daniel Kauder)

Zu einem Lokalaugenschein und einem symbolischen Spatenstich – die Arbeiten sollen Ende Juni beginnen – kam jetzt Umweltlandesrat Stefan Kaineder nach Ried. Er lobte das Projekt: „Dadurch bekommen die Fließgewässer im Stadtgebiet wieder mehr Raum und einen Teil ihrer Natürlichkeit zurück. Davon profitieren vor allem die Lebewesen in den Gewässern und auch die Menschen vor Ort.“

Die Oberach und Breitsach sind über weite Strecken im Stadtgebiet von Mauern begrenzt und fließen über einen Steinboden. Die so entstandenen Betonrinnen sind für Fische und andere Lebewesen praktisch nicht passierbar. Bei den Umbauarbeiten können die Mauern zwar nur an wenigen Stellen verändert werden, aber durch den Einbau von Kurzbuhnen und Wurzelstöcken wird das Profil der Bäche neu strukturiert. Zudem wird ein Kiesboden angelegt.

Dadurch soll es Fischen und anderen Lebewesen ermöglicht werden, die Bäche vom Unterlauf her neu zu besiedeln.

Bei den Bauarbeiten werden tausende Tonnen von Steinen aus dem Bachbett entfernt. Die dabei verwendeten Bagger müssen jeden Tag mit Kränen aus dem Bach entfernt werden.

Der „Brauereispitz“ wird komplett umgestaltet und soll künftig ein Naherholungsgebiet mit Lido-Flair werden.

Der Hochwasserschutz für die Stadt wird durch das Projekt nicht beeinträchtigt – dafür sorgen die Retentionsbecken, die in den letzten Jahren errichtet wurden.

Auszeichnung

Ried wurde für dieses Projekt mit dem „Neptun Staatspreis für Wasser“ als Landessieger ausgezeichnet. Das von der Stadtgemeinde geplante Projekt wird vom Gewässerbezirk Braunau umgesetzt. Die veranschlagten Kosten von 1,3 Millionen Euro werden zu 60 Prozent vom Bund, zu 30 Prozent vom Land und zu zehn Prozent von der Stadt finanziert.


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