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OÖ./BEZIRK RIED. Im Jahr 2023 war die Zahl der Sozialhilfebezieher rückläufig. Dagegen hat sich aber jene der Sanktionen fast verdoppelt.

Referatsleiterin Anita Weinberger-Prammer und Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (Foto: Land OÖ/Ernst Girlnberger)

Insgesamt 8.723 Personen und 5.228 Haushalte bezogen im Laufe des vergangenen Jahres Sozialhilfe. Seit 2021 ist die Zahl der Sozialhilfebezieher damit um 30 Prozent zurückgegangen.

Im Bezirk Ried waren 2023 insgesamt 249 Personen auf Sozialhilfe angewiesen. In den beiden anderen Innviertler Bezirken Braunau und Schärding waren es 438 beziehungsweise 121.

Die rückläufigen Bezieher-Zahlen führt das Sozialressort unter der Leitung von Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer auf die Konkretisierung der Bemühungspflicht, die Einführung der Deutschpflicht sowie auf die günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt zurück. Für 2024 sollen unter anderem Maßnahmen entwickelt werden, um längerfristige Sozialhilfe-Bezieher wieder in eine Arbeit zu vermitteln. Im Bereich der Sanktionierung aufgrund von mangelndem Arbeitseinsatz hat sich die Zahl der Leistungskürzungen im vergangenen Jahr knapp verdoppelt. Bei 507 Menschen wurde 1.005 Mal eine Leistung gekürzt. Ein guter Indikator für die Wirksamkeit der Sanktionen sei der Rückgang im Bereich der arbeitsfähigen Beziehung von 18 Prozent, insgesamt ist die Anzahl der Empfänger um zehn Prozent zurückgegangen. Seit dem Vorjahr muss auch die Teilnahme an einen Deutschkurs nachgewiesen werden.


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