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RIED. Bei einem Bezirksbesuch in Ried kündigte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) an, dass das Innviertel eine neue Kriminalassistenzdienststelle bekommt.

Bundes-Innenminster Gerhard Karner (M. ) mit NAbg. Bgm. Manfred Hofinger (l.) und Labg. Bgm. Günther Lengauer (Foto: Tips / Horn)

Sicher ist, dass eine Kriminalassistenzdienststelle (KAD) ins Innviertel kommt eine von sieben in Oberösterreich und 38 im gesamten Bundesgebiet. Noch nicht sicher, aber sehr wahrscheinlich, ist, dass sie nach Ried kommt. Standort wäre das direkt neben der Polizeiinspektion liegende Gebäude des Vermessungsamtes. Verantwortlich für die Verteilung der Standorte sei die Landespolizei.

Die Hälfte der sechs bis acht Beamten der KAD wird für Cyber-Kriminalität zuständig sein und sowohl der Bevölkerung als auch den Polizeikollegen zur Verfügung stehen. Je ein Viertel wird in der Tatortarbeit und Spurensicherung sowie Prävention arbeiten. Die Umsetzung beginnt sofort, die volle Personalstärke wird je nach Fortgang der Ausbildung erreicht werden.

Karner: „Das werden absolute Experten sein, die zum Teil aus der Polizei kommen, aber auch aus der Privatwirtschaft.“

Der Schwerpunkt auf Cyber-Kriminalität sei notwendig, weil es, so der Minister, „jeden treffen kann: Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden.“ Mit der Prävention wolle man künftig verstärkt in die Betriebe und Schulen gehen.

Neu ist auch, dass mehr als 80 Polizisten im Bezirk nach den neuesten Handys auch sieben neue Body-Cams erhält. Bisher gab es nur zwei Körperkameras im Bezirk. Die Kameras sollen vor allem der Eigensicherung dienen.

Großer Andrang zur Polizei

Über Nachwuchsmangel könne sich die Polizei zur Zeit nicht beklagen, berichtete der Minister. Die Zahl der neu aufgenommenen Polizeischüler (der Frauenanteil liegt österreichweit bei über 41 Prozent) habe sich enorm gesteigert: In Oberösterreich begannen im März 100 Menschen die Ausbildung, vor einem Jahr waren es 18. Die Zahl der Neuaufnahmen liege über der Zahl der Abgänge durch Pensionierung.


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