RIED. Ende Januar waren 1.733 Personen (581 Frauen, 1.152 Männer) im Bezirk Ried arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent – 0,1 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr und 0,3 Prozentpunkte mehr als im Dezember.
Der Leiter des Rieder AMS, Klaus Jagereder, sieht die Entwicklung positiv: „Die Arbeitsmarktdaten im Bezirk Ried machen zwar keine riesengroßen Sprünge, vermitteln aber ein durchaus optimistisches Bild.“
Verantwortlich für diese positive Entwicklung sei die sehr hohe Fluktuation in der Arbeitslosigkeit: Bei rund 28.000 unselbständig Beschäftigten im Bezirk wurden dem AMS etwas mehr als 6.200 Stellenangebote gemeldet. Jagereder: „Der Großteil dieser Angebote konnte auch besetzt werden.“
Aktuell stehen den 1.733 Arbeitslosen 940 gemeldete offene Stellen gegenüber. Freie Lehrstellen sind dem AMS derzeit 300 gemeldet, bei 94 Lehrstellensuchenden ohne Einstellzusage. 471 Personen besuchen Schulungen, 47 mehr als vor einem Jahr.
Langzeitarbeitslosigkeit
Eine Herausforderung für das AMS ist seit langem die Langzeitarbeitslosigkeit, die in den letzten Jahren gestiegen ist. Aber auch hier verweist Jagereder auf Erfolge. Für über 3.650 Personen, die bereits länger als sechs Monate arbeitslos waren, konnte der (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt vermittelt und somit eine noch längere Arbeitslosigkeit verhindert werden.
Trotz großer Einschränkungen in den Förderbudgets weist das AMS Ried die zweithöchste Schulungsrate in OÖ auf. Jagereder: „Jede Aktivität in der Arbeitslosigkeit verbessert die Chancen auf einen Arbeitsplatz enorm.“
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