Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel zog positive Bilanz
RIED. In einem Jahr mit deutlichen Rückgängen im Umsatz bei der Zuchtrindervermarktung und steigenden Umsätzen im Bereich der Kälbervermarktung ist es dem Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) nicht zuletzt auch durch die enge Zusammenarbeit mit der Besamungsstation gelungen, einen Gewinn nach Steuern von 147.206 Euro zu erreichen.

FIH-Geschäftsführer Josef Miesenberger ging in seinen Ausführungen auf die positive Leistungsentwicklung und die erfreuliche Entwicklung der Preise für die Kälber sowie Schlacht- und Zuchtrinder ein. Der Wert der über den FIH vermarkteten Tiere betrug im letzten Jahr knapp 19 Millionen Euro. In Summe wurden 2025 circa 17.000 Tiere über den FIH vermarktet. Dazu kommen knapp 22.000 aus der Region über die Rinderbörse vermarktete Schlachtrinder.
FIH-Obmann Johann Hosner ging auf die wichtigsten Aktivitäten des FIH im abgelaufenen Jahr ein. Investiert wurde mit Unterstützung des Landes Oberösterreich am Landesgut Otterbach in eine neue Maschinenhalle. Das wichtigste Projekt für die nächsten Jahre ist der Umbau und die Erweiterung des Stalles an der Besamungsstation in Hohenzell. In Zukunft sollen alle Stiere in Boxen gehalten werden und noch besser vor Infektionen durch Insekten geschützt werden.
Landwirtschaft aus dem Weltall
Mit der Einladung des Referenten Nikolaus Hanowski von der ESA (European Space Agency) bewies der FIH einmal mehr den Mut über die Grenzen zu schauen. Der Referent informierte über Europas imposantes Satellitenprogramm mit Bildern aus dem Weltall. Anhand von anschaulichen Beispielen wurde auf die Bedeutung der Daten der ESA für die Landwirtschaft im Bereich der Wetterberichte, Ernteprognosen und der Lenksysteme von Traktoren, aber auch die Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Düngung und des Pflanzenschutzes hingewiesen. Über Satelliten kann heute das Pflanzenwachstum genauestens beobachtet werden oder anders ausgedrückt, die Satelliten erkennen heute auch bei schlechtem Wetter jeden Maulwurfshügel. Die Herausforderung ist, diese frei zugänglichen Daten zum Vorteil der Landwirtschaft nutzbar zu machen. Es ergeben sich durch diese Daten nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für den Katastrophenschutz und das Militär ungeahnte Möglichkeiten.
Auszeichnung
Mit dem begehrten Dr. Anton-Pohl-Preis wurden Margit und Erwin Rabeder aus Waizenkirchen für ihre Kuh Vroni ausgezeichnet


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