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MÜHLHEIM. Ein Bezirksbesuch von Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner am 20. Mai stand im Zeichen der Nachhaltigkeit. Er besuchte Betriebe, die mit Innovationen im Sektor Nachhaltigkeit erfolgreich sind. Darunter waren die Scheuch Group in Aurolzmünster, die Alveri GmbH in Ried und zu Beginn die RDG Recycling Group in Mühlheim.

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (3. v. l.) mit (v. l.) dem ÖVP-Bezirksvorsitzenden Günther Lengauer, RDG-Geschäftsführer Franz Kobleder, Produktionsleiter Markus Zwingler, Bgm. Josef Anton Berger und Prokurist Georg Leitner (Foto: Horn)

Das Recycling-Unternehmen wurde 2012 gegründet, berichtete Gesellschafter Franz Kobleder: „Eine Garage, drei Leute, eine Maschine.“ Relativ bald habe man den ersten Großkunden gefunden und danach kontinuierlich namhafte Firmen als Kunden gewonnen, „die Recycling ernst nehmen“. Unter anderem ist RDG für BMW der Entsorger in Deutschland und Österreich.

Produktionsleiter Markus Zwingler: „Wir bringen große Mengen von Material wieder in den Kreislauf. Kunststoffabfälle sind der Rohstoff der Zukunft. Wir arbeiten mit Materialien, die es vor zehn oder 15 Jahren noch gar nicht gab.“

Nach dem letzten Ausbau 2023/2024 umfasst das Betriebsareal im Gewerbepark Gimpling rund 50.000 Quadratmeter. Das Unternehmen beschäftigt 45 Mitarbeiter.

Als einen Grund für den Erfolg nennt Franz Kobleder: „Wir haben uns nicht die guten Sachen herausgepickt, sondern Gesamtlösungen angeboten. Mittlerweile haben wir es geschafft, dass Firmen schon bei der Entwicklung von Kunststoffprodukten zu uns kommen, um möglichst viel davon zu recyclen.“

Ökologische Transformation

„Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz, sie befeuern sich“, sagte Landesrat Achleitner. „Die Transformation hat eine unglaubliche wirtschaftliche Dynamik.“ Oberösterreich wolle mit der „Initiative Kunststoffstandort 2030“ die Kunststoffindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft entwickeln, erklärte er. Mit der Technologie-Roadmap „Sustainable Plastics Solutions“ soll die Entwicklung kreislauffähiger Kunststoffe konsequent vorangetrieben werden: „Die Kunststoffbranche ist nach den Autozulieferern die zweitgrößte Branche in Oberösterreich.“

Den nötigen Wandel in der Automobilbranche will das Land mit der Initiative „Future Mobility Cockpit“ unterstützen und sich dabei als als Kompetenzregion für nachhaltige Fahrzeugkonzepte positionieren.

Starke Wirtschaft im Bezirk Ried

Für die wirtschaftliche Lage des Bezirkes hatte Achleitner viel Lob übrig: „Der Bezirk Ried ist einer der wirtschaftlich stärksten Bezirke in Oberösterreich und zeigte sich in den letzten Jahren robust. 2025 war das dritte Rezessionsjahr nacheinander. Normalerweise hat man da zehn bis zwölf Prozent Arbeitslose. In Ried liegt die Quote bei 3,6 Prozent das ist fast Vollbeschäftigung. Und es wurden 245 neue Betriebe gegründet.“

Der Tourismus entwickele sich positiv, Projekte zur Revitalisierung von Leerständen und Brachflächen seien angelaufen oder bereits umgesetzt, das Land unterstütze mehrere Investitionen in die Sport-Infrastruktur.

Dabei vereine der Bezirk Wirtschafts- und Lebensraum, meinte Achleitner. 91 Prozent der Fläche sind gewidmetes Grünland, nur sechs Prozent gewidmetes Bauland, wovon die Hälfte versiegelt ist.


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