Stadtgemeinde Ried präsentiert politische Halbjahresbilanz
RIED. Die meiste Arbeit in der Kommunalpolitik geschieht in den Ausschüssen, deren Ergebnisse dann im Stadt- und Gemeinderat besprochen und (meistens) beschlossen werden. Die Stadtgemeinde präsentierte vor der politischen Sommerpause eine parteiübergreifende Arbeitsbilanz der politischen Ausschüsse für das erste Halbjahr 2026.

Die Stadt hat sich den neuen Leitsatz „Dein Ried. Bei dir.“ verordnet. Unter diesem Motto und mit einem neuen Stadtlogo sollen die Entwicklungsziele umgesetzt werden. Zahlreiche Kampagnen – von Mobilität über Sicherheit bis hin zu Veranstaltungs- und Standortthemen – sollen die neue Identität nach innen und außen transportieren und die Wahrnehmung Rieds als moderne und serviceorientierte Stadt stärken.
Stadtentwicklung
Im Stadtentwicklungsausschuss (Obmann: Bürgermeister Bernhard Zwielehner, ÖVP), der auch für Digitalisierung, Wirtschaft, Mobilität, überregionale Kooperation und Klima zuständig ist, liegt der Fokus auf der strategischen Weiterentwicklung von Ried. Aktuell werden das örtlichen Entwicklungskonzept und der Flächenwidmungsplan überarbeitet. Parallel dazu arbeitet die Stadt an einem Park- und Freiraumkonzept. Ebenfalls im Fokus: die Umsetzung der Zukunftsstrategie Agenda 2030 „zukunftRIED“ sowie die Intensivierung von Gemeindekooperationen.
Bauprojekte
Der Flächenwidmungsplan beschäftigte auch den Ausschuss für Bau- und Rechtsangelegenheiten (Obfrau: Vizebürgermeisterin Claudia Schoßleitner, ÖVP). Im Herbst sind Informationsveranstaltungen geplant, bei denen Bürger ihre Anregungen einbringen können. Die Fertigstellung der Mittelschule 2 steht kurz bevor. Mit Beginn des neuen Schuljahres übersiedelt die Volksschule 1 für die Dauer ihrer Sanierung in die vorbereitete Containerschule.
Verkehrssicherheit
Der Verkehrsausschusses (Obmann: Peter Stummer, SPÖ) beschäftigte sich vor allem mit der Verkehrssicherheit, einer funktionierenden Ordnung im öffentlichen Raum sowie einem umfassenden Verkehrskonzept, das im Herbst mit möglichst breiter politischer Unterstützung beschlossen werden soll. Dazu zählen Sicherheitsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet, die Weiterentwicklung von Tempo-30- und Begegnungszonen, wo sie sinnvoll sind, Verbesserungen für Fußgänger sowie Radfahrer und eine gezielte Optimierung der Parkraumsituation.
Kultur in neuer Ausrichtung
Übergang und Weiterentwicklung bestimmten die Arbeit des Kulturausschusses (Obmann: Vizebürgermeister Thomas Dim, FPÖ). Nach der Pensionierung der langjährigen Kulturleiterin Sieglinde Frohmann erhielt die Kulturabteilung ein neues Leitungsteam.
Das Volkskundehaus ist nun über die Plattform Kulturpool Österreich online erreichbar. Bei den Führungen verzeichnet die Stadt von Jänner bis Mai im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 47 Prozent. Zudem erscheint das Kulturprogramm auf vielfachen Wunsch wieder in gedruckter Form als Beilage des neuen Stadtmagazins.
Solide Finanzpolitik
Der Finanzausschuss (Obfrau: Elisabeth Poringer, ÖVP) sieht positive Tendenzen bei den Stadtfinanzen. Das operative Ergebnis liegt über Plan, ebenso entwickeln sich die Ertragsanteile besser als ursprünglich prognostiziert. Die Einnahmen des Freizeitbades bewegen sich im Rahmen der Erwartungen.
Für das zweite Halbjahr liegt der Fokus auf konsequenter Budgetdisziplin. Gemeinsam mit externen Fachleuten werden Einsparungspotenziale analysiert und ein finanzieller Konsolidierungspfad für die kommenden Jahre entwickelt. Parallel dazu werden der Nachtragsvoranschlag, der mittelfristige Finanzplan bis 2030 sowie wichtige Finanzierungsprojekte vorbereitet.
Umweltausschuss
Der Ausschuss für Umwelt, öffentliche Erholungsgebiete und Tierschutz (Obmann: Lukas Oberwagner, Grüne) stellt die Verbesserung der Lebensqualität und ökologischen Weiterentwicklung der Stadt in den Fokus. Er arbeitet derzeit auf Grundlage des interkommunale Grünraumkonzeptes ein Konzept zur Innenstadtbegrünung aus, mit der Hitzeinseln reduziert, das Mikroklima verbessert und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum nachhaltig gesteigert werden soll.
Großen Wert legt der Ausschuss zudem auf Bewusstseinsbildung und die Einbindung der Bevölkerung. Im Herbst soll zudem ein Energieberatungstag stattfinden.
Mit dem nächsten Abschnitt der gewässerökologischen Aufwertung des Ottenbachs wird die naturnahe Entwicklung des Gewässers weiter vorangetrieben. Ziel ist es, wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und gleichzeitig den Naherholungswert des Gebiets zu erhöhen.
Infrastruktur
Im Ausschuss für Infrastruktur und Zivilschutz (Obmann: Josef Heissbauer, ÖVP) wurden die Weichen für das Straßenbauprogramm 2026 gestellt. Das ausgeschriebene Investitionsvolumen beträgt rund 800.000 Euro.
Ein Großprojekt ist die bereits begonnene Sanierung des Hauptkanals in der Bahnhofstraße, welche die Stadt noch über längere Zeit begleiten wird. Darüber hinaus wird die Neuplanung der Verkehrsführung am Kapuzinerberg weiter vorangetrieben. Im Herbst folgen Verkehrszählungen und ergänzende Untersuchungen gemeinsam mit dem Land Oberösterreich.
Sozialausschuss
Im Ausschuss für Soziales, Familie, Integration, Generation 60+ und Wohnen (Obmann: Christian Hilpold. SPÖ) standen persönliche Kontakte und Informationen über Einrichtungen für Menschen mit geringerem Einkommen im Fokus.
Bildung, Schule und Kinderbetreuung
Der Ausschuss für Bildung, Schule und Kinderbetreuung (Obfrau: Nina Kirchtag. FPÖ) beschäftigte sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Bildungsinfrastruktur (Generalsanierung an VS1 und MS2) sowie der Qualität der Bildungsangebote. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der frühkindlichen Sprachförderung in den städtischen Kindergärten.
Darüber hinaus investiert die Stadt laufend in die Ausstattung ihrer Bildungseinrichtungen.
Sport: Vereine stärken und Infrastruktur weiterentwickeln
Der Sportausschuss (Obmann: Sebastian Forstner, SPÖ) setzte seine Praxis fort, regelmäßig direkt bei den Vereinen vor Ort Gespräche zu führen und deren Anliegen kennenzulernen. Ausschusssitzungen werden dabei gezielt bei den Vereinen abgehalten, um den persönlichen Austausch zu intensivieren.
Trotz strenger Budgetdisziplin konnten Vereine, Veranstaltungen und Investitionen weiterhin gezielt unterstützt werden. Schwerpunkte lagen auf der Nachwuchsförderung sowie der Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur. Erfreulich ist dabei der breite politische Konsens, der viele Entscheidungen im Sportbereich trägt.
Jugendausschuss
Für den Jugendausschuss (Obmann: Paul Heissbauer, ÖVP) stand die Sicherstellung einer Übergangslösung für den Ferienpass im Mittelpunkt. Damit können auch in diesem Jahr vielfältige Ferienangebote für Kinder und Jugendliche gewährleistet werden.


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