Teamchef Ralf Rangnick sprach in Ried über Führung und Teamgeist
RIED. ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick war am 22. Oktober zu Gast bei der ersten Klientenveranstaltung von Ecker Pindeus Vogl Rechtsanwält:innen (EPV) in der Team 7 Welt in Ried. Thema des Abends waren der Aufbau, die Führung und die Motivation von Teams im Sport, aber auch in Wirtschaft und Kultur.

Rangnick legte im Gespräch mit Moderatorin Katharina Anna Ecker dar, wie er in seiner Karriere von Hoffenheim über Schalke, Leipzig und Salzburg bis zur österreichischen Nationalmannschaft Teams aufbaute und motivierte und welche Rolle dabei Mut, Visionen, Empathie und Fehler spielen. Dabei enthüllte er auch, dass er in seiner Jugend in einer Band spielte und mit einer Karriere als Sänger liebäugelte; er befand aber, dass er nicht gut genug sei und wandte sich dem Fußball zu.
„Bedingungen schaffen, damit Menschen ihr Potenzial entfalten können“
„Ein guter Chef ist für mich vor allem ein Dienstleister. Seine Aufgabe ist es, die richtigen Bedingungen zu schaffen, damit Menschen ihr Potenzial entfalten können“, erklärte Ralf Rangnick. Dabei komme es nicht nur auf fachliche Fähigkeiten an, sondern vor allem auch auf Empathie und gegenseitiges Vertrauen. Auch Fehler seien ein wichtiger Teil erfolgreicher Entwicklung: „Entscheidend ist, wie wir damit umgehen und was wir daraus lernen.“ Letztlich gehe es darum, Menschen für eine gemeinsame Idee zu gewinnen und ihre individuellen Stärken zu entwickeln.
Parallelen
Anschließend diskutierte er vor rund 200 Gästen gemeinsam mit Theater- und Opernregisseurin Alexandra Liedtke, Team 7-Eigentümer Georg Emprechtinger, dem ehemaligen Red-Bull-Manager, Jurist und Autor Volker Viechtbauer sowie Fritz Ecker (EPV) über Führung, Teamgeist, Vertrauen und den Mut, neue Wege zu gehen.
Dabei traten einige Parallelen zwischen der Führung einer Fußballmannschaft, einesUnternehmens, eines Theaterensembles und einer Wirtschaftskanzlei zutage. Erfolgreiche Teams brauchen eine gemeinsame Vision, unterschiedliche Talente, gegenseitiges Vertrauen und Führungspersönlichkeiten, die Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen.
Regisseurin Alexandra Liedtke, derzeit Oberspielleiterin Musiktheater am Salzburger Landestheater, betonte: „Kreativität braucht einen geschützten Raum, in dem Menschen den Mut haben, Neues auszuprobieren und auch Fehler machen dürfen.“
Georg Emprechtinger berichtete, wie er mit seiner Vision „Design trifft Natur“ die Entwicklung von TEAM 7 vorantrieb und Mitarbeitende für neue Wege begeisterte. „Um Menschen für eine gemeinsame Vision zu gewinnen, braucht es vor allem eine klare Haltung, persönliche Überzeugung und die Begeisterung für das, was man tut.“
Volker Viechtbauer sprach vor allem über die Bedeutung von Eigenverantwortung und individueller Förderung. In seinem neuen Buch „Wir sind mehr als ein Datensatz – Mit Viktor Frankl gelassen durch die KI-Zeit“, das er am Abend ebenfalls vorstellte, beschäftigt er sich mit den Herausforderungen künstlicher Intelligenz und der Bedeutung menschlicher Fähigkeiten: „Menschen sind zu weit mehr fähig, als wir ihnen manchmal zutrauen.“
Fritz Ecker verwies auf die Parallelen zur Führung einer Wirtschaftskanzlei. Auch in der Rechtsbranche seien Selbstreflexion, Vertrauen und die Bereitschaft zuzuhören wesentlicheVoraussetzungen für erfolgreiche Zusammenarbeit.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte Max the Sax, der den Abend in der TEAM 7Welt mit seinen Saxophon-Klängen begleitete.
Neue Kanzlei
Zum Auftakt begrüßte EPV-Partner Christian Pindeus die Gäste und gab Einblicke in den Zusammenschluss der beiden Kanzleien. Seit August 2026 vereint Ecker Pindeus Vogl Rechtsanwält:innen rund 50 Mitarbeitende und ein breites Spektrum wirtschaftsrechtlicher Kompetenzen.








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