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Acht Feuerwehren bekämpfen Dachstuhlbrand in Rohrbach-Berg (Update 9. August, 7.50 Uhr)

Petra Hanner, 08.08.2019 21:56

ROHRBACH-BERG. Eine von weitem sichtbare Rauchsäule lotste am Donnerstag, 8. August, acht Feuerwehren zu ihrem Einsatzort in der Bezirkshauptstadt.

Foto: FF Rohrbach
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Der Dachstuhl eines Einfamilienhauses war vermutlich durch Funkenflug, ausgelöst durch Arbeiten mit einer Kreissäge, in Brand geraten. Ein 53-Jähriger hatte laut eigenen Angaben auch mehrere Nägel durchgeschnitten. Dabei seien auch immer wieder Funken entstanden und diese könnten in die angeschlossene Absaugung gelangt sein. Anschließend ging der 53-Jährige zu seinem Sohn. Nur wenige Minuten später wurden in der Nähe der Kreissäge plötzlich mehrere Pyrotechnikartikel gezündet und es breitete sich binnen kurzer Zeit im Dachgeschoß ein Brand aus. Die Familie verließ sofort das Gebäude und verständigte die Feuerwehr. Alarmiert wurden kurz vor 19 Uhr die ersten Wehren, ehe um 19.36 Uhr Alarmstufe 2 ausgelöst wurde, weil das Feuer durchzündete. Im Einsatz standen die Feuerwehren Rohrbach, St. Oswald, Schlägl, Götzendorf, Haslach, Oepping und Perwolfing sowie die Atemschutz-Einheit aus St. Peter mit rund 200 Mann.

Hier der Bericht der FF Rohrbach dazu (Link zur Homepage):

Wegen eines Brandverdachtes im Dachbodenbereich wurden die Feuerwehren Perwolfing und Rohrbach in die Molkereistraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte drückte es geringe Rauchmengen aus dem Dach ins Freie, einige Dachziegel waren verschoben. Der Brand war von außen nicht zu lokalisieren. Der Hausbesitzer teilte dem Einsatzleiter mit, dass auch pyrotechnische Gegenstände am Dachboden gelagert werden. Ein Atemschutztrupp wurde zur Erkundung und zur Brandbekämpfung in das Haus geschickt.Der Atemschutztrupp musste aber seinen Einsatz abbrechen. Explosionsgeräusche, starker Rauch und extreme Hitze sorgten dafür, dass die Männer den Rückzug antraten. Es war schlicht zu gefährlich. Der Einsatzleiter entschied sich daher, Löschwasser von außen aufzubringen, und mit einer Abluftöffnung den Brand zu lokalisieren. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, auch Überdrucklüfter eingesetzt.

Eine Öffnung der Dachhaut war in Folge unbedingt notwendig, weil der Rauch und die Hitze immer mehr wurden - und teilweise Feuer durchzuschlagen begann.

Um 19:36 Uhr musste der Einsatzleiter feststellen, dass der Brand im Dachstuhl durchzündete. Sofort wurde Alarmstufe 2 ausgelöst. Acht Feuerwehren mit ca. 200 Einsatzkräften standen in Folge im Einsatz. Dies war notwendig, um auch genügend Reserve-Atemschutzkräfte zur Verfügung zu haben. Außerdem musste ein umfassender Außenangriff auf das brennende Haus gestartet werden, auch um die Nachbarhäuser in der Siedlung zu schützen.

„Einerseits wollten wir den Brand so rasch wie möglich löschen, andererseits aber auch den Wasserschaden so gering wie möglich halten“, teilte Einsatzleiter Martin Wakolbinger mit. Mit begleitenden Maßnahmen wurde dafür gesorgt, dass das Löschwasser nicht in die Wohnräume des Einfamilienhauses eindringen konnte.

41 Mann der Feuerwehr Rohrbach standen bis ca 23:15 Uhr im Einsatz, 6 Fahrzeuge rückten zum Brand aus. Die Feuerwehr Perwolfing blieb für Nachsicherungsarbeiten noch am Einsatzort.

Niemand wurde durch den Brand verletzt, die Brandursache wird von der Polizei noch ermittelt. Das Haus dürfte sogar noch bewohnbar sein. 


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