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BEZIRK ROHRBACH. Einem Drogenring mit 27 Tatverdächtigen kam die Polizeiinspektion Ottensheim und der Kriminaldienst des Bezirkspolizeikommandos Urfahr-Umgebung auf die Spur. Der Haupttäter ist ein 17-jähriger, amtsbekannter Bursche aus dem Bezirk Rohrbach.

Foto: OneSideProFoto/Shutterstock.com
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Der junge Mann wird verdächtigt, zurückliegend vom Sommer 2016 bis Oktober 2019 mindestens 2,1 Kg Cannabis-Kraut im Straßenverkaufswert von mindestens 21.000 Euro im Stadtgebiet von Linz und in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Rohrbach, vorwiegend entlang der Zughaltestellen auf der Mühlkreisbahnstrecke, verkauft zu haben. Die Ermittlungen begannen im Juni 2019, nachdem der 17-Jährige am Bahnhof in Ottensheim in aller Öffentlichkeit zwei unbekannten Jugendlichen Drogen verkaufte. Der Drogenverkauf wurde von einem Triebwagenführer der Mühlkreisbahn wahrgenommen, welcher umgehend die Polizei informierte. Die eintreffende Polizeistreife konnte den Verkäufer anhalten, die Drogenabnehmer flüchteten noch vor Eintreffen der Polizei. Bei der anschließenden Personenkontrolle stellten die Polizisten mehrere Klemmsäckchen mit Drogen und Drogengeld in der Höhe von über 1.000 Euro sicher.

Drogen und Geld im Haus der Großeltern

Obwohl der Beschuldigte von der Polizei wegen des Drogenverkaufs in Ottensheim erwischt worden war, machte er offenbar munter weiter. Er wurde im August 2019 von Kriminalbeamten des BPK Urfahr-Umgebung mit Unterstützung des Landeskriminalamtes OÖ beim öffentlichen Drogenverkauf in Linz auf frischer Tat betreten und festgenommen. Bei der Festnahme führte der Verdächtige wieder mehrere Klemmsäckchen mit Drogen und Drogengeld mit. Eine darauffolgend von der Staatsanwaltschaft Linz angeordnete Hausdurchsuchung in der Unterkunft des Festgenommen im Einfamilienhaus der Großeltern im Bezirk Rohrbach erbrachten weitere Drogensicherstellungen. Im Wohnhaus konnte ein Polizeidiensthund 360 Gramm Cannabis-Produkte und Utensilien für den Drogenverkauf, versteckt hinter einer eingeschalteten Waschmaschine, auffinden. Ebenso wurden in einem Spiegelschrank verstecktes Drogengeld in der Höhe von mehreren Tausend Euro gefunden und sichergestellt.

„Karriere“ startete mit 14 Jahren

Bei den nachfolgenden kriminalpolizeilichen Erhebungen konnten insgesamt 26 Suchtmittelabnehmer aus den Bezirken Urfahr-Umgebung, Rohrbach, Linz, Perg und Wels ermittelt werden, welche von dem Jugendlichen mit Drogen beliefert wurden. Im Zuge der umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurde bekannt, dass der Jugendliche bereits mit 14 Jahren mit dem Drogenverkauf begonnen und seither mehrfach im Darknet Drogen bestellt hatte. Ein Postpaket konnte von Zollfahndern in Wien abgefangen werden. Darin befanden sich LSD-Trips und XTC-Tabletten. Der Beschuldigte, der bislang noch nie einer Beschäftigung nachging, finanzierte sich mit den Drogenverkäufen seinen Lebensunterhalt. Zudem steht er im Verdacht, bei einem Lokalbesuch einem Gast dessen Mobiltelefon sowie die Geldtasche samt Dokumenten gestohlen zu haben. Er wurde über Auftrag der Staatsanwaltschaft Linz in die Justizanstalt Linz eingeliefert.


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