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ROHRBACH-BERG. Die Bäuerinnen des Bezirks sind am Samstag beim Wochenmarkt anzutreffen. Hier zeigen sie direkt vor Ort, wie Palmbuschen gebunden werden.  

  1 / 2   Mit traditionellen Palmbuschen sind die Bäuerinnen des Bezirkes wieder beim Wochenmarkt am Samstag vertreten.

„Wir wollen die Tradition des Bindens an die Bevölkerung weitergeben“, begründet Hedwig Lindorfer, Bezirksbäuerin aus Niederwaldkirchen, die Aktion. Sieben, für die Region typische Zweige, gehören in einen traditionellen Palmbuschen: Buchsbaum, Efeu, Hasel, Lärche, Salweide (Palmkätzchen), Wacholder (Segenbaum) und dürres Eichenlaub. Traditionsgemäß werden diese am Aschermittwoch geschnitten und ins Wasser gestellt. Die Frühlingssonne sollte sie rechtzeitig zum Grünen gebracht haben.

Segenbringende Symbole

Oft wird auch ein Apfel in den Palmbuschen gesteckt, der mitgeweiht und nach der Kirche auf alle Familienmitglieder aufgeteilt wird. Er soll besonders heil- und segenskräftig sein. Auch die bunten Bänder haben ihre Bedeutung: Grün ist ein Symbol für die Freude über die Auferstehung; Rot ist ein Symbol für den Bluttod Christi; und weiß für die Unschuld Christi.

Alles Männersache

Früher wurde die Kunst des Palmbuschen Bindens übrigens von den Vätern an die Söhne weitergegeben. Auch das Tragen war Burschenarbeit. Als Belohnung gab es für die tüchtigen Träger eine Eierspeise, ein rotes Ei oder einen Eierschmarrn.

Verkauf von Palmbuschen

Die Bäuerinnen bieten beim Wochenmarkt am Rohrbacher Stadtplatz am 8. April Palmbuschen in verschiedensten Größen und Osterdekos zum Verkauf an. Ebenso werden die Pfadfinder Palmbuschen verkaufen.


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