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Berufsschüler geben Jugendlichen in Kenia Hoffnung

Martina Gahleitner, 30.12.2015 11:05

ROHRBACH-BERG. Ein Besuch des gebürtigen Rohrbachers Thomas Plank, der bei der Initiative „Hope for Future“ mitarbeitet, gab den Anstoß für eine Spendenaktion in der Berufsschule Rohrbach.

Spendenübergabe in der Berufsschule (v.l.): Schulsprecherin Laura Himsl, Thomas Plank, Anita Ehrenmüller (Personalvertretung BS Rohrbach), Religionslehrer Richard Luginger, Direktorin Pauline Sleska, BS-Lehrerin Cornelia Plank.

Sein Bericht über die Lebensumstände der Jugendlichen in einem der größten Slums von Kenia hat wohl alle aufgewühlt: Korogocho grenzt an eine Müllhalde, die offiziell schon 2006 geschlossen wurde. Trotzdem wird dort täglich Müll abgeladen, teilweise stammt dieser aus anderen Ländern und wird über den nahegelegenen Flughafen angeliefert.

Diese Müllhalde ist einer der giftigsten Orte in Afrika. „Mit der Suche nach verwertbarem Müll verdienen sich Slum-Bewohner aber ihren Lebensunterhalt. Tun sie das seit frühester Kindheit, erreichen sie oft nur ein Lebensalter von 13 bis 17 Jahren“, schilderte Thomas Plank. Er erzählte auch vom jungen Besenga, der vom alleinerziehenden, drogen- und alkoholkranken Vater nachts vor die Tür gesetzt wurde und der jetzt mangels Alternative in frisch ausgehobenen Gräbern schläft.

Ausbildung ist ein Ausweg

Hoffnung für die Jugendlichen bringen Ausbildung und Jobs. Diese sind ein Ausweg, um sich selbst, ihren Familien und später ihren Kindern eine Existenzgrundlage in der Heimat zu sichern. Mit Hilfe der Initiative „Hope for Future“ wurden bereits mehrere Projekte gestartet - von einer Fußballakademie über Schulen bis hin zur Bäckerei, die 2015 fertig gestellt wurde. Plank erklärte näher: „Die Jugendlichen schließen die duale Ausbildung nach österreichischem Vorbild als Bäcker ab. Mit den Produkten werden Schulen versorgt, dazu gibt es einen kleinen Vertrieb. Geplant ist, die Produktion auszuweiten, um Wiederverkäufer, Restaurants und Hotels beliefern zu können.“

Dafür leisten auch die Rohrbacher Berufsschüler einen Beitrag: Die Jugendlichen der ersten beiden 10-Wochen-Lehrgänge haben gemeinsam mit Lehrkräften, dem Verwaltungs- und Küchenpersonal 1340 Euro für Hope for Future gespendet. Die Aktion wird bis zum Ende des Schuljahres weitergeführt.


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