Tatjana kam zum Danke sagen zurück nach Rohrbach
ROHRBACH-BERG. 30 Jahre nach dem schlimmen Reaktorunglück kam ein einstiges Tschernobyl-Kind zurück ins Mühlviertel, um sich bei ihren Lebensrettern zu bedanken.

Viele Kinder kamen damals zur Erholung und „Sommerfrische“ ins Mühlviertel. Tatjana Tsarun war eine von ihnen. Sie war damals acht Jahre alt und bei ihrer Gastfamilie Kagerer in St. Stefan untergebracht. Bei einem dieser Aufenthalte, zehn Jahre später im Jahr 2004, retteten die Ärzte des Rohrbacher Krankenhauses ihr das Leben: „Tatjana hatte eine lebensbedrohliche Infektion im Bauchraum. Das Mädchen in diesem Zustand in ihre Heimat zurückzuschicken, wäre unverantwortlich und unmöglich gewesen“, erinnert sich Primar Peter Stumpner, Ärztlicher Direktor und Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Der Spitalsträger gespag stimmmte der lebensrettenden Behandlung aus humanitären Gründen zu. Und heute ist die junge Ukrainerin Mutter eines zweijährigen Sohnes - obwohl damals die Wahrscheinlichkeit, dass sie später Kinder bekommen könnte, gering eingeschätzt wurde.
„Ich kann kaum beschreiben, wie dankbar ich dem Team im Krankenhaus für ihre unbürokratische und menschliche Tat bin. Sie haben mir dadurch das Leben, das ich jetzt lebe, erst ermöglicht“, beschreibt die heute 29-Jährige. Dankbar ist sie auch der Familie Kagerer, die „mittlerweile so viel mehr ist als eine bloße Gastfamilie.“


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