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ROHRBACH-BERG. Nicht die Jugend in die Kirche, sondern im Gegenteil die Kirche zur Jugend zu bringen, war das Ziel der SichTbar-Woche, die gestern zu Ende ging. Und die Mission ist gelungen.

Das Regionsteam der Katholischen Jugend hat den Kontakt mit Jugendlichen gesucht. Foto: KJ
  1 / 7   Das Regionsteam der Katholischen Jugend hat den Kontakt mit Jugendlichen gesucht. Foto: KJ

Wobei: Missionieren wollten Regionskoordinatorin Nicki Leitenmüller mit dem ganzen Regionsteam der Katholischen Jugend gar nicht. „Wir wollten dort sein, wo die Jugendlichen sind, aktiv auf sie zugehen und ihnen zeigen, was wir machen. Gehet hinaus - das seh ich als unseren Auftrag“, sagt Leitenmüller. Alexandra Berger, Jugendleiterin im Dekanat Altenfelden ergänzt: „Die Jugendlichen sollten auch sehen, wer hinter der Jugendarbeit in der Region steht.“ Auf jeden Fall hat sich die Kirche gut sichTbar und viele Jugendliche (und auch Erwachsene) auf sich aufmerksam gemacht. Auch wenn es der Wettergott wirklich nicht gut mit ihnen gemeint hat.

Jeden Morgen wurden die Schüler schon am Busterminal mit fairem Kaffee begrüßt, selbst der Papst war dort (in Form einer Pappfigur) zugegen; es gab Workshops mit Schulklassen; gute Gespräche in der sichTbar-Zone; einen Sozialstammtisch; eine multireligiöse Feier gemeinsam mit den Flüchtlingen, die besonders gut angekommen ist. Auch zu den Mittagspausen tummelten sich täglich an die 100 Jugendlichen in der Hütte und den Tipis, genossen das angebotene Fingerfood, oder chillten einfach auf den Liegestühlen. Nicki Leitenmüller ist zufrieden: „Wir haben einen neuen Zugang zur Kirche geschafffen und den Jugendlichen gezeigt, dass Kirche auch anders sein kann, als sie erwarten.“

Für Frieden und Respekt

Kirche steht für Frieden, Respekt, für Menschlichkeit und Solidarität: Aus Anlass des Brandanschlags auf das Flüchtlingsheim in Altenfelden wurden in der sichTbar-Woche auch Buttons gestaltet, die eben auf diese Werte hinweisen.

Ebenso entstand die Idee zu einem Friedensgebet in Altenfelden: Pfarre, Katholische Jugend, Katholisches Bildungswerk Altenfelden und der Treffpunkt mensch&arbeit laden am Donnerstag, 9. Juni, 19 Uhr zu einem multireligiösen Friedensgebet ins Pfarrzentrum Altenfelden. Diese wird wie schon beim sichTbar-Projekt gemeinsam mit Asylwerbern gestaltet. „Mit der Teilnahme kann jeder ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Gewalt sezten und sich für die dringend erforderliche Versöhnungsarbeit stärken“, laden die Veranstalter ein.

Termin:

Friedensgebet am Donnerstag, 9. Juni, 19 Uhr im Pfarrzentrum Altenfelden


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