Freie Schulwahl für Eltern und Kinder: Ab 2017 fallen die Schulsprengel
BEZIRK ROHRBACH. Was im Gymnasium oder in Berufsbildenden Schulen schon lange selbstverständlich ist, soll ab dem Schuljahr 2017/2018 auch für die Neuen Mittelschulen gelten: Dann nämlich werden die Schulsprengel abgeschafft und Eltern und Schüler können die NMS frei wählen. Rohrbachs Pflichtschulinspektor Markus Gusenleitner rechnet allerdings in den heimischen Schulen mit kaum Veränderungen.

Der Bildungsausschuss hat sich mehrheitlich für die Novelle ausgesprochen und damit den Weg für die freie NMS-Wahl geebnet. Endgültig abgesegnet wird diese vermutlich bei der Landtagssitzung am 7. Juli. Für Eltern bedeutet dass weniger Bürokratie und mehr Flexibilität, wenn ihre Kinder eine Mittelschule außerhalb des derzeitigen Schulsprengels besuchen wollen. „Ich nehme an, dass es nicht viele Änderungen geben wird“, rechnet Pflichtschulinspektor Gusenleitner damit, dass Eltern und Schülern den bisherigen Sprengeln treu bleiben. Jedoch kann er sich vorstellen, dass Schulen an der Peripherie eher darunter leiden – einfach weil die Busverbindungen dorthin schlechter sind, als umgekehrt.
Lange Lehrer-Warteliste
Im Bezirk Rohrbach gibt es 13 Neue Mittelschulen, 33 Volksschulen (ab Schulbeginn im Herbst um eine weniger, weil Schwarzenberg geschlossen wird) und drei Polytechnische Schulen. Personalmäßig können alle Lehrer bleiben, informiert Gusenleitner, zusätzlich besteht Bedarf an einigen neuen Lehrkräften. Die Warteliste bleibt aber weiterhin lang. „Uns steht aber eine Pensionierungs-Welle bevor. In den nächsten zehn Jahren wird die Hälfte der Pädagogen in Pension gehen – da brauchen wir allein im Bezirk 300 Lehrer“, informiert der Pflichtschulinspektor.
Die Ausbildung selbst wird ab Herbst ebenfalls neu: Alle Sekundarstufen-Lehrer, das heißt sowohl fürs Gymnasium als auch für die Mittelschulen, bekommen die gleiche Ausbildung mit Master-Abschluss.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden