Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ROHRBACH-BERG. In das Leben in Kenia ist Alexandra Schürz für vier Wochen eingetaucht, hat Land und Leute kennengelernt: Die junge FH-Studentin aus Rohrbach-Berg war in Emali, um dort für den Verein „Daraja“ mit HIV-positiven Menschen zu arbeiten. Eine Zeit, die ihr wohl immer in Erinnerung bleiben wird.  

  1 / 8   Alexandra Schürz (l.) war für ein Auslandspraktikum gemeinsam mit ihrer FH-Studienkollegin Cristina Mos vier Wochen in Emali in Kenia. Foto: Schürz

„Viele bewundernswerte Menschen“ hat die Studentin des FH-Studiengangs Soziale Arbeit bei dem vierwöchigen Aufenthalt kennen gelernt. „Für mich ist es ein Rätsel, wie die Bewohner Kenias trotz der häufigen Dürre, der Perspektivlosigkeit und der großen Armut so lebensfroh, hilfsbereit und zuversichtlich sind“, sagt Alexandra Schürz. Und erzählt etwa von Sila, der mit seiner Frau und dem HIV-infizierten Enkel in einer kleinen Hütte abseits der Stadt lebt. Die Dürre macht es ihm schwer, seine Familie zu ernähren - und trotzdem schenkte er den Daraja-Mitarbeitern seine einzigen drei geernteten Mangos. „Zuerst hatten wir ein schlechtes Gewissen. Dann entschieden wir uns, ihm die Mangos abzukaufen und gaben ihm etwas Geld. Seine Dankbarkeit wird mir noch lange in Erinnerung bleiben“, berichtet die Mühlviertlerin. Bewegt hat sie auch die Begegnung mit dem jungen Mädchen Mutindi, die nach einem Schlaganfall ihre Sprache und körperliche Fähigkeiten verloren hat. „Bei unserem Besuch hat sie mit einem Stab in den Sand geschrieben, dass sie wieder in die Schule gehen möchte“, erzählt Alexandra. Allerdings ist noch ungewiss, ob eine Schule mit speziellen Betreuungsmöglichkeiten auch leistbar für sie sein wird. „In Kenia können sich viele Eltern nicht leisten, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Da wird einem bewusst, wie wertvoll eine Schulbildung ist.“

Zwischen Hausbesuchen und Gruppenmeetings

Ein typischer Arbeitstag in Emali begann für Alexandra, die mit einer Studienkollegin in Kenia war, um 9 Uhr im Büro des Vereins Daraja (“die Brücke“). Dort wurden die Erlebnisse vom Vortag reflektiert, ehe es zu Gruppenmeetings, Hausbesuchen oder zu „business visits“ ging. Dabei besuchten sie die Klienten bei der Arbeit. Die Sozialarbeit mit HIV- oder Aids-Betroffenen setzt schon bei den Jüngsten an. „Jeden Monat trifft sich eine Kindergruppe, um ihnen den bewussten Umgang mit der Krankheit nahezulegen. Sie merken dabei auch, dass sie mit der Diagnose HIV nicht alleine sind“, schildert die angehende Sozialarbeiterin. Und ergänzt: „Es war schön, die Kinder bei den Treffen lachen, singen und spielen zu sehen.“

Durch den Aufenthalt im ostafrikanischen Land wurde der Rohrbach-Bergerin bewusst, welches Glück sie in Österreich hat. „Durch die Klimaveränderung wird es für die Menschen in Kenia immer schwerer, sich und ihre Familie zu ernähren. Die Bewohner sind richtige Lebenskünstler.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neue Spur: Steintisch am Hansberg stammt aus St. Ulrich

Neue Spur: Steintisch am Hansberg stammt aus St. Ulrich

ST. JOHANN. Tips-Leser Raimund Holly kennt weitere historische Details zur Herkunft des Schnopfhagen-Steintisches am Hansberg, über dessen Rückkehr ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Urlaub mit Sicherheitsnetz: Gutschein für Betreutes Reisen gewinnen

Urlaub mit Sicherheitsnetz: Gutschein für Betreutes Reisen gewinnen

BEZIRK ROHRBACH. Um nicht mehr so mobilen Menschen Urlaubsfreuden zu ermöglichen, bietet das Rote Kreuz seit mehr als 25 Jahren das Betreute ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Neufeldner Kunstverein freut sich über gelungenes Kunst- und Raderlebnis

Neufeldner Kunstverein freut sich über gelungenes Kunst- und Raderlebnis

NEUFELDEN. Kunst, Natur und Sport hat das Rad&Art-Event des Kunst- und Kulturvereins Neufelden verbunden.

Tips - total regionalMartina Gahleitner
125 Jahre Feuerwehrgeschichte: FF Nebelberg stellt Jubiläumschronik vor

125 Jahre Feuerwehrgeschichte: FF Nebelberg stellt Jubiläumschronik vor

NEBELBERG. 18 Monate Recherche, hunderte historische Dokumente und Fotos sowie unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit: Zum 125-jährigen Bestehen ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Schüler der Bioschule Schlägl halfen bei Weinlese in Sarleinsbach

Schüler der Bioschule Schlägl halfen bei Weinlese in Sarleinsbach

SARLEINSBACH. Warum für die Weinlese nach Niederösterreich fahren, wenn der Weinbau auch im Mühlviertel direkt vor der Haustür zu finden ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Thomas Märzinger fängt kapitalen Hecht am Rannastausee

Thomas Märzinger fängt kapitalen Hecht am Rannastausee

NEBELBERG. Ein kräftiges Petri Heil für Thomas Märzinger! Dem Obmann des Fischereivereins Nebelberg ging am Rannastausee sein Lebensfisch, ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Weitere Beiträge