Vom Biber, Kinder-Rehazentrum und der Mühlkreisbahn: 2016 von A bis Z
BEZIRK ROHRBACH. Zum Jahreswechsel haben wir wieder in alten Ausgaben gestöbert und hier einen kleinen Rückblick auf große Aufreger, schöne Erlebnisse und großartige Erfolge zusammengeschrieben.

Das Aus für die letzte Molkerei im Mühlviertel kam mit der Schließung der Biomolkerei Lembach. Salzburg Milch kaufte zwar die Marke „Besser Bio“, der Standort selbst war aber für eine Weiterführung zu unattraktiv.
Der Biber hat es sich im ganzen Bezirk wieder heimisch gemacht – zum Leidwesen von vielen Land- und Forstwirten, aber auch Gartenbesitzern. Vor allem die Anrainer des Poeschl-Teichs in Rohrbach-Berg haben ihre liebe Not mit dem pelzigen Nager. Hier berät jetzt die Bezirkshauptmannschaft, ob der Biber weg muss.
Chance für die Region: Ein Kinder-Rehazentrum soll bis 2019 in Rohrbach-Berg errichtet werden - davon erhofft man sich viele positive Effekte.
Bei einer Demonstation gegen TTIP und CETA gingen auch viele Rohrbacher auf die Straße. Sie bezweifeln die Fairness von solchen Freihandelsabkommen.
Freie Fahrt für Elektro-Autos: Dank der Initiative „MühlFerdl“ soll es bald viele weitere E-Carsharing-Projekte geben.
Ein europaweites Forschungsprojekt fand seinen erfolgreichen Abschluss: Akteure aus der Region Donau-Böhmerwald haben sich zwei Jahre lang mit nachhaltiger Lebensweise beschäftigt. Ein Arbeitskreis will diese jetzt verankern.
Ihre Gemälde stellten die Künstler des Arcus-Sozialnetzwerks im Landesdienstleistungszentrum aus. Für die Vernissage reisten sie alle gemeinsam nach Linz.
Einen historischen Schatz grub ein Julbacher Archäologenpaar aus. In Traun-Neubau entdeckten Martina Reitberger-Klimesch und Wolfgang Klimesch bei einer beauftragten Grabung Goldmünzen aus dem 2. oder 1. Jahrhundert.
Investition in der Bezirkshauptstadt: Knapp drei Millionen Euro kostet der Neubau des Rohrbacher Rathauses. Die Arbeiten verlaufen ganz nach Plan, im Herbst 2017 soll das Gebäude fertig sein.
Als Jubiläums-Unternehmen wurde das Modegeschäft Silandra in Aigen-Schlägl in die große Wirtschaftskammer-Familie aufgenommen. Der Fashion-Store ist der 3000ste Mitgliedsbetrieb.
Eine Kooperationsvereinbarung für die Bioregion haben die sechs Leader-Regionen des Mühlviertels unterzeichnet. Gemeinsam wollen sie das Thema Bio in allen Lebensbereichen weiterentwickeln.
Letzter Schultag in der Volksschule Schwarzenberg: Die letzte einklassig geführte Schule wurde im Juli geschlossen, seit Schulbeginn im Herbst drücken die Schwarzenberger Kinder in Klaffer die Schulbank.
Hat die Mühlkreisbahn Zukunft? Eine Antwort darauf gibt es noch immer nicht, die vergleichende Systemstudie befürwortet aber zumindest den Erhalt der Normalspur und eine Schienenverbindung zum Hauptbahnhof.
Für die Natur ist Waltraud Müller im Einsatz: Sie ist Biodiversitäts-Botschafterin und bemüht sich, Lebenräume für Pflanzen und Tiere zu erhalten.
Ohne Hallenbad steht nach wie vor der Bezirk Rohrbach da. Eine Machbarkeitsstudie soll jetzt Entscheidungsgrundlagen sowie ein Finanzierungskonzept liefern.
Pisa-Tests und andere Leistungsüberprüfungen machen den heimischen Schulen keine Angst. Hierzulande ist die Schulwelt noch in Ordnung, Rohrbachs Schulen gehören zu den besten Österreichs.
Qualifiziert für Olympia hat sich Daniel Allerstorfer aus St. Peter. Der Judoka konnte bei seinem Debüt den 2,1 Meter großen Russen Renat Saidov zwar nur ins Wanken bringen, aber die Hoffnung auf Tokio 2020 lebt weiter.
Registrierkassen, Allergen-Kennzeichnung, Barrierefreiheit, Rauchergesetz: Immer mehr bürokratische Hürden werden den Gastwirten aufgehalst, viele von ihnen schmissen daher das Handtuch.
Der erste Skorpion im Mühlviertel wurde in Altenfelden entdeckt. Es war dies die nördlichste Sichtung eines Alpenskorpions.
Die Tschernobyl-Katastrophe jährte sich heuer zum 30. Mal. Die Langzeitfolgen sind noch immer spür- und messbar.
Die Unesco hat das Textile Zentrum Haslach auf die internationale Liste für immaterielles Kulturerbe gesetzt. Dieses soll außerdem um eine eigene Nähwerkstatt für Mühlviertler Stoffe ausgeweitet werden.
Dem Verkehrschaos in der Landeshauptstadt trotzen die Pendler seit dem Abriss der Eisenbahnbrücke. Ein Ende des Staus ist nicht in Sicht, gerade erst wurde der Baubeginn für den Westring mitsamt Donaubrücke erneut verschoben.
Die Wildschwein-Population ist auf „Normzustand“ zurückgegangen. Vor allem im tschechischen Grenzgebiet und im Donautal wurden diese zur Plage, ganze Wiesen sind von den Tieren umgeackert worden.
X-Terra-Sportlerin und Crosstriathlon-Staatsmeisterin Sandra Koblmüller aus Rohrbach-Berg brachte sich mit Olympia-Stars in Höchstform. Sie trainierte in Südafrika für den Inferno-Triathlon.
Yes, we can: Tatsächlich geschafft haben es David Moser und seine Mitstreiter : Sie sind 400 Kilometer rund ums Mühlviertel gewandert und haben mit dieser Benefiz-Grenzwanderung 5500 Euro für das Arcus Sozialnetzwerk gesammelt.
Zusammenhalt hat der Bezirk schon 2015 bewiesen, als ganze Flüchtlingsströme durch die Region zogen. 2016 ging es um die Integration der Zuwanderer und auch hier zeigte sich außergewöhnliche Bereitschaft zur freiwilligen Mithilfe.


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